Abkühlung für Innsbrucker Koalition, Gespräch mit FI nächste Woche

Bürgermeister Georg Willi will jetzt doch nächste Woche mit Für Innsbruck sprechen und plant ein Wirtschaftspaket mit der Koalition und den NEOS.

Georg Willi (Bürgermeister): „Wir arbeiten gemeinsam an einem Wirtschaftspaket für die Zeit nach der Pandemie.“
© Böhm

Innsbruck – Um 8.30 Uhr traf sich die Innsbrucker Viererkoalition gestern zur Videokonferenz. Das Koalitions-Jour-fixe war der erste derartige Termin nach der Vizebürgermeister-Wahl und den Verwerfungen innerhalb der vier Fraktionen. Das Ergebnis der mit Spannung erwarteten Sitzung? Überschaubar. Zumindest für jene, speziell aus der Opposition, die das Ende der Koalition erwartet hatten. Stattdessen kommt jetzt eine „Abkühlungsphase“, wie es BM Georg Willi (Grüne) kurz nach der Sitzung nannte. Und der Stadtchef wird kommende Woche nun doch mit Für Innsbruck das Gespräch suchen. Etwas, das er zuvor indirekt ausgeschlossen hatte.

Nun soll es das Gespräch also doch geben. Man habe professionell die Punkte gestern besprochen, erklärte Willi gestern noch. Schließlich seien alles „erwachsene Menschen“ dabei. Der Bürgermeister sagte aber erneut, dass die Wahl von Markus Lassenberger (FP) etwas gewesen sei, das „nicht hätte passieren dürfen“.

Auf wen die Abkühlungsphase zutrifft, blieb unklar. Für Innsbruck hatte sich schon in den vergangenen Tagen nie zu Wort gemeldet und auf das Gespräch mit Willi gewartet.

Der Bürgermeister kündigte unterdessen auch ein Wirtschaftspaket an, bei dem die NEOS mit eingebunden werden sollen. Es wird entsprechende Gespräche in Kürze geben, dort werde auch FI-Wirtschaftsstadträtin Christine Oppitz-Plörer dabei sein.

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FPÖ-Stadtrat Rudi Federspiel sprach kurz darauf von „Chaos“ und „Stillstand“ in der Stadtregierung und er wies darauf hin, dass „FPÖ, ÖVP und Für Innsbruck“ eine Mehrheit hätten und damit jederzeit die Möglichkeit, „konstruktive Arbeit zu leisten und Projekte durchzusetzen“. Auch gegen den Bürgermeister. (mw)


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