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Personeller Wechsel an der Spitze der Innsbrucker Justizanstalt

Oberstleutnant Raimund Höss ist neuer Leiter der Innsbrucker Justizanstalt. Sein Vorgänger Reinhard Potocnik wechselt in eine Top-Position in der Generaldirektion des Justizministeriums.

An die 450 Häftlinge befinden sich derzeit in der Justizanstalt, 160 Beamte wachen über sie. Nur drei Jugendliche sind hinter Gittern.
© Böhm

Von Reinhard Fellner

Innsbruck, Wien – Die Innsbrucker Justizanstalt genießt in der Generaldirektion des Justizministeriums einen weit besseren Ruf, als es in Tirol gelegentliche Scharmützel zwischen Leitung und Personalvertretung vermuten lassen würden. Über zehn Jahre hatte der bei seiner Berufung erst 37-jährige Steirer Reinhard Potocnik den Ziegelstadl unter seinen Fittichen. Und machte aus dem – oftmals überbelegten – Haus eine moderne Vollzugsanstalt mit Spezialtrakten für Jugendliche und Frauen. Ein besonderes Anliegen waren Potocnik auch Bildungsprogramme für „betreute“ Jugendliche. Zudem fuhr der Steirer bei der Genehmigung einer Fußfessel einen liberaleren Kurs als etwa Haftanstalten in Ostösterreich. Die „Chance“ dankten die Häftlinge mit marginalen Rückfallsraten.


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