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Haller Nonne: „Es geht uns darum, dass so etwas nicht mehr möglich ist“

Haller Nonnen lösten mit dem Protest gegen die jüngsten Abschiebungen einen Dominoeffekt aus. Initiatorin Sr. Notburga träumt von der Rückkehr der Kinder.

Schwester Notburga (links) weiß ihre Mitschwestern hinter sich, hier einige der 40 Ordensfrauen.
© Heidegger

Hall – Das Bild einer Ordensschwester, die ein Plakat gegen die Abschiebung von Kindern aufhängt, wurde in den sozialen Medien tausendfach geteilt. Wichtig ist Schwester Notburga, dass der Protest der Haller Tertiarschwestern von vielen Orden österreichweit übernommen wurde.

Wie kam es dazu, dass Sie diese für eine Ordensfrau ungewöhnliche Form des Protests wählten?

Schwester Notburga: Ich habe die Rede unseres Bundespräsidenten gehört und dieser Satz, „Ich kann und will nicht glauben“, hat mich besonders angesprochen. Deshalb habe ich ihn spontan auf ein Transparent geschrieben, das wir an der Außenmauer des Klosters anbrachten. Wenn ich gewusst hätte, dass das Plakat so viel Beachtung findet, hätte ich zugleich auf die Lage der Flüchtlinge in Griechenland hingewiesen. Die Lage der Flüchtlinge treibt mich schon lange um. Ich war auch bei den Protesten für Moria beim Landestheater und werde wieder hingehen.


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