Flut an Katzenbabys hielt Tierheim Osttirol in Atem

Das Osttiroler Tierheim wurde letztes Jahr mit abgegebenen Katzenbabys förmlich überschwemmt. Inzwischen sind viele vermittelt.
© Tierheim Osttirol

Von Catharina Oblasser

Lienz – Das Osttiroler Tierheim hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Zusätzlich zu den Corona-Einschränkungen gab es 2020 besonders viele Neuzugänge. „Einerseits haben wir gerade 2020 so viele Katzenbabys bekommen wie noch nie, bis zu sechs oder sieben pro Tag“, sagt Tierheim-Leiterin Christine Zangerl. „Andererseits ist die Vermittlung von Tieren an ein neues Zuhause wegen Corona ins Stocken geraten.“

Was die Flut an kleinen Fellknäueln ausgelöst hat, kann Zangerl nicht sagen. Eine große Aufgabe war es aber auf jeden Fall. „Viele Katzenbabys waren krank und brauchten den Tierarzt, bevor wir überhaupt ein neues Zuhause für sie suchen konnten.“ In Summe hat das Tierheim Osttirol im vergangenen Jahr 217 Neuzugänge verzeichnet: hauptsächlich Katzen, aber auch Hunde, Vögel und Nagetiere. Sogar vier winzige Siebenschläfer-Junge waren dabei. Sie wurden aufgepäppelt und halten gerade ihren Winterschlaf, bevor sie im Frühling in die freie Natur entlassen werden.

Inzwischen ist die Vermittlung der Tiere an neue Frauchen und Herrchen wieder angelaufen. „Da sind wir sehr zufrieden“, meint Christine Zangerl erleichtert. Die finanziellen Sorgen hingegen bleiben, denn Besucher mit Futterspenden sind während des Lockdowns ausgeblieben. Auch die zwei Tierheim-Flohmärkte, die einiges an Geld einbringen, konnten nicht stattfinden. Deshalb sehen Zangerl und ihr Team sehr besorgt in die Zukunft. Sie hoffen nun auf Spenden von Tierfreunden aus Osttirol und darüber hinaus.


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