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Corona als Turbo: „Dramatische Entwicklung“ bei Tiroler Immo-Preisen

Corona heizte die Flucht in Immobilien an. Raiffeisen-Experten fordern Tirols Politik zum Handeln auf und machen auch Zweitwohnsitze als Problem aus.

Einfamilienhäuser wurden in Tirol binnen vier Jahren um 36 Prozent teurer, in den Hotspots war der Preisschub noch deutlich größer.
© Thomas Boehm / TT

Von Max Strozzi

Innsbruck – Die Corona-Pandemie bedeutete für die Immobilienbranche eher „einen Turbo als ein Ende des Booms“, sagte der stv. Vorstandsvorsitzende der RLB Tirol, Thomas Wass, gestern bei der Präsentation des „Wohnimmobilienreports Tirol“ von Raiffeisen Research. Viele Tiroler, die von der Krise nicht so stark betroffen waren, haben demnach in Wohnraum investiert. Bei der Raiffeisengruppe sei in Tirol das Finanzierungsvolumen für Wohnraum und Sanierung entsprechend um 10,4 % 3,5 Mrd. Euro gestiegen. Anlegerwohnungen boomen, in Innsbruck eher die Kleinwohnungen. Käufer suchen in der Krise verstärkt nach dem Einfamilienhaus mit Garten, nach Baugrund und nach Wohnungen mit Freiflächen wie Terrassen. Am privaten Wohnmarkt geht Raiffeisen für Tirol von gleichbleibenden bis leicht steigenden Preisen aus. Lagen außerhalb der Ballungszentren könnten profitieren.


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