Ein Sieg, aber kein Happy End für die Innsbrucker Haie

Ein 6:3-Sieg in Villach half den Innsbrucker Haien nicht mehr weiter. Es blieb bei Platz neun im Grunddurchgang und nur zwei Bonuspunkten für die Qualifikations-Runde.

Mit einem 6:3-Auswärtssieg in Villach und einem Erfolgserlebnis am Ende des Grunddurchgangs bewegen sich die Innsbrucker Haie der Qualifikations-Runde entgegen.
© gepa

Von Alex Gruber

Villach – Nach dem kollektiven schwachen Auftritt bei der 2:4-Heimniederlage gegen Linz, die womöglich Rang acht gekostet hat, waren die Haie am Sonntag bei den ersatzgeschwächten Villacher Adlern in der letzten Runde des Grunddurchangs auf Wiedergutmachung aus. Obwohl Angreifer und Innsbrucks Bully-König Felix Girard erneut fehlte, zog Haie-Cheftrainer Mitch O’Keefe Jan Lattner wieder in die Abwehr zurück und setzte die Angriffslinien mit einem Mix aus Legionären und Österreichern zusammen. Das hat in dieser Saison schon öfter funktioniert und könnte auch ein Schlüssel für die nahende Quali-Runde sein.

Im letzten Match sorgten ein Doppelpack von Deven Sideroff sowie Treffer von Braden Christoffer und Clemens Paulweber für eine 4:0-Führung, die aus Innsbrucker Sicht, weil erstmalig so hoch nach 20 Minuten, historisch war. Dem Puls24-Experten Greg Holst blutete aus Villacher Sicht („blauweißes Blut steht für Leidenschaft“) das Herz, er merkte in Richtung von HCI-Angreifer Christian Jennes, der neben den beiden Topscorern Daniel Ciampini und Christoffer werkte, aber auch an: „Er ist intelligent. Und kann mit zwei Legionären spielen.“

Villach kam zwar verbessert aus der Kabine und verkürzte auf 2:4, nach einer Rauferei unmittelbar nach dem zweiten Treffer fanden die Haie aber ihr erstes Powerplay vor: Und Sideroff („wir brauchen das Momentum für die Quali-Runde“) schenkte VSV-Goalie Jakub Sedlacek bei seinem schrecklichen Liga-Debüt das 5:2 ein. Der Norweger Adrian Saxrud-Danielsen legte mit feinem Handgelenksschuss das 6:2 nach, viele konnten Selbstvertrauen sammeln.

Die Resultatskosmetik des VSV im Schlussabschnitt tat nichts mehr zur Sache. Viel bitterer war die Tatsache, dass sich Graz nach einem 1:3-Rückstand in Salzburg in die Verlängerung rettete und damit genau jenen einen Zähler mitnahm, der ausreichte, um die Haie auf Distanz zu halten. Bratislava war aufgrund der direkten Duelle sowieso nicht mehr einzuholen. So starten die Innsbrucker am Freitag auswärts auf Rang neun und vorerst außerhalb der Play-off-Plätze in die Quali-Runde.

„Das Erfolgserlebnis war dennoch sehr wichtig“, notierte Angreifer Dario Winkler, der sich zwei Assists gutschreiben konnte.


Kommentieren


Schlagworte