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Erl-Intendant Loebe: „Es überwiegt die Frustration“

Als Intendant in Frankfurt und Erl erlebt Bernd Loebe die Corona-Misere mit besonderer Wucht.

Bernd Loebe (68) in der Oper Frankfurt, die er seit 2002 und noch bis 2028 leitet. Im Herbst 2019 übernahm er zusätzlich die Tiroler Festspiele in Erl als Nachfolger von Gustav Kuhn.
© Kirsten Bucher

Herr Loebe, in Österreich muss die Kultur auf das Wiederaufsperren warten. Wie geht es Ihnen in Frankfurt, persönlich und an Ihrem Arbeitsplatz, der Oper?

Bernd Loebe: Persönlich wurde ich von Corona bisher verschont, und auch in unseren Häusern, der Oper und dem benachbarten Schauspielhaus, gab es seit Ausbruch der Pandemie im Vorjahr nur vier Corona-Fälle – bei 1200 Mitarbeitern in den städtischen Bühnen. Seit November ruht bei uns der Betrieb. Jeden Morgen schauen wir gebannt auf die Infektionszahlen. Es gibt zwei Lager: jene, die unbedingt arbeiten wollen, und jene, die große Vorsicht walten lassen. Wir diskutieren und führen Krisensitzungen durch. Momentan hänge ich ein wenig durch. Ich hoffe, dass wir am 1. April wieder aufsperren dürfen.

Mit welchen Sicherheitsauflagen und Zuseherbeschränkungen müssen Sie in Frankfurt rechnen?


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