Kein Tag vergeht ohne Gold, Silber und Bronze

Die anstehenden sechs Tage könnten als die „Woche der Weltmeisterschaften“ in die internationalen Wintersport-Annalen eingehen.

WM in Heerenveen: Eisschnellläuferin Vanessa Herzog.
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Von Tobias Waidhofer

Innsbruck – Sprichwörtlich kommt ein Unglück selten alleine. Sportlich kann man zu Beginn von Kalenderwoche sechs durchaus konstatieren: 2021 kommt eine Weltmeisterschaft selten alleine. Es ist ein intensiver Vorgeschmack auf ein „Super-Sportjahr“, dass dieser Tage WM-Medaillen in acht (!) verschiedenen Disziplinen (Ski alpin, Naturbahnrodeln, Eisschnelllauf, Snowboard- und Skicross, Bob, Skeleton so wie Biathlon) vergeben werden.

Ski- und Snowboardcross (WM in Idre Fjäll/SWE; 9. bis 13. Februar): Eigentlich hätten die Titelkämpfe in China stattfinden sollen. Die Corona-Pandemie machte dem Plan aber einen Strich durch die Rechnung. Nun also Schweden, wo bereits heute mit der Qualifikation begonnen wird. Die Rennen steigen am Donnerstag, Freitag (beide Snowboardcross) und Samstag (Skicross). Tiroler fehlen in beiden Aufgeboten komplett, als heißester Medaillenkandidat gilt der Vorarlberger Snowboardcrosser Alessandro Hämmerle.

WM in Schweden: Snowboardcrosser Alessandro Hämmerle hat eine Medaille im Visier.
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Biathlon (WM in Pokljuk­a/SLO; 10. bis 21. Februar): Genau zwanzig Jahre nach der ersten und bislang einzigen Biathlon-WM in Pokljuka geht es erneut nach Slowenien: Bei den Männern führt der Weg zu Gold – mal wieder – über den Norweger Johannes Thingnes Bö. Bei den Damen gilt auch die Tirolerin Lisa Hauser als heiße Medaillenkandidatin. Los geht’s am Mittwoch mit der Mixed-Staffel, am Freitag und Samstag steigen mit den Sprints die ersten Einzel-Bewerbe.

Eisschnelllauf (WM in Heerenveen/NED; 11. bis 14. Februar): Mit Aushängeschild Vanessa Herzog, ihren Tiroler Kollegen Gabriel Odor und Natalie Kerschbaummayr sowie der Steirerin Katharina Thien sind gleich vier rot-weiß-rote Athleten bei der Einzelstrecken-WM im niederländischen Eisschnelllauf-Mekka dabei. Dort fanden zuvor ja bereits zwei Weltcup-Wochenenden statt. Los gehen die Bewerbe am Donnerstag, für Medaillenkandidatin Vanessa Herzog wird es ab Freitag so richtig ernst: „Ich spüre, dass die Form zu genau jenem Tag X perfekt passt“, prophezeit Österreichs Sportlerin des Jahres 2019.

Bob und Skeleton (WM in Altenberg/GER; 11. bis 14. Februar): Nachdem Kati Beier­l (Zweier Damen), Benn­i Maier und Markus Treichl (beide Zweier Herren) Spitzenplätze verpassten, gibt es in Altenberg die nächste Chance. Den Anfang machen die Skeleton-Asse am Donnerstag, wo natürlich Janine Flock als Medaillenbank gilt. Und auch in den Bob-Bewerben (Vierer Herren, Monobob Damen) rechnet sich der österreichische Verband durchaus Edelmetall-Chancen aus.

Naturbahnrodeln (WM in Umhausen/AUT; 12. bis 14. Februar): Aus Witterungsgründen musste die Heim-WM auf der Grantaubahn um eine Woche verschoben werden. Während am Samstag die Titelträger bei Damen un Herren gekürt werden, will sich am Sonntag Lokalmatador Thomas Kammerlander Herren-Gold sichern – es wäre der letzte fehlende Zacken in „Kammis“ Naturbahn-Krone. Als Generalprobe gilt heut­e und morgen das Weltcup-Finale in Laas (ITA).

Und zum Drüberstreuen beginnt heute mit sechs Tirolern (Medwed, Wörgötter, Lamparter, Einkemmer, Kolb, Slamik) auch noch die Nordische Junioren-WM in Finnland (bis 14. Februar). Dem geneigten Wintersport-Fan wird in den kommenden Tagen also sicher nicht fad.


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