Appell der Wirtschaft für Mautbefreiung auf der A12 bei Kufstein

Kufstein – Auch die Wirtschaftskammer im Bezirk Kufstein beobachtet mit Argusaugen die neu aufgekochte Diskussion um die Ende 2019 eingeführte Vignettenbefreiung der Inntalautobahn zwischen Kufstein Süd und der Staatsgrenze. Mit der Maßnahme soll der Ausweichverkehr auf die Landesstraßen rund um die Festungsstadt verhindert werden. Eine Evaluierung brachte nun ein Ergebnis, das die Kommunen, aber auch den Landtag aufschreckte. Wie berichtet, kam die von der Asfinag in Auftrag gegebene Studie zum Schluss, „dass der vom Gesetzgeber verfolgte Zweck nicht erreicht werden konnte“. Die Evaluierung wird nun im Verkehrsausschuss des Nationalrats diskutiert.

Die Aussage der Studie kann Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Manfred Hautz angesichts von bis zu 30 Prozent weniger Verkehr auf den Ausweichstraßen nicht nachvollziehen: „Ein außergewöhnliches Jahr mit wesentlich weniger Verkehr liegt bereits hinter uns und nun erdreistet sich die Asfinag zu behaupten, der Zweck der Vignettenbefreiung sei nicht erfüllt worden. Damit die Orte an den Grenzen ein annähernd normales Leben führen können, muss sie weiterhin erhalten bleiben“, verlangt Hautz.

Von den Anrainern sei sehr wohl eine Entlastung festgestellt worden, begründet er diese Forderung. „Es sind die Kenner der Region, die Gäste aus dem süddeutschen Raum, die sich auf die Bundes- bzw. Landesstraßen begeben. Mit dem Aussetzen der Vignettenfreiheit wurden die Urlauber teilweise auch von den heimischen Unternehmen dazu aufgefordert, auf die niederrangigen Straßen auszuweichen, da sie drohten, überhaupt auszubleiben – und man muss diese Gäste erst wieder zurückbringen auf die Autobahn“, erklärt der Obmann. Jeder Unternehmer sei nun aber aufgefordert, künftig seine Gäste wieder auf die Befreiung hinzuweisen. (wo)

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