Verdacht von Mutationsfällen in steirischem Pflegeheim

In einem Pflegeheim im oststeirischen Gleisdorf (Bezirk Weiz) besteht der Verdacht, dass sich mehrere Mitarbeiter mit einer Mutation des Coronavirus infiziert haben. Medien berichteten, dass erste Untersuchungsergebnisse darauf hindeuten würden. Seitens des Landes Steiermark hieß es am Montag, dass vier Proben zur Sequenzierung nach Wien geschickt wurden. Um welche Mutation es sich dabei handeln könnte, könne entgegen ersten Informationen noch nicht genau gesagt werden.

Neben den vier Verdachtsfällen wurden in dem Pflegeheim auch noch mehrere Infektionen mit dem „normalen“ Coronavirus festgestellt - auch unter den Bewohnern. Daher werden nun die Hygienemaßnahmen in der Einrichtung noch einmal verstärkt und eine Komplett-Testung soll ebenfalls durchgeführt werden, sagte Martin Gsellmann von der Kommunikation Land Steiermark zur APA.

Bestätigt wurden durch die AGES indessen 26 Infektionen mit der britischen Mutationsvariante B1.1.7. „Die britische Virusmutation wurde in vereinzelten Proben aus der Landeshauptstadt Graz (2) sowie den Bezirken Bruck-Mürzzuschlag (3), Graz-Umgebung (4), Hartberg-Fürstenfeld (2), Leibnitz (4), Leoben (2), Liezen (1), Murau (1), Südoststeiermark (4) und Weiz (3) festgestellt“, hieß es in der Aussendung des Landes Steiermark.

Die „südafrikanische“ Coronavirus-Mutation (B.1.351) sei derzeit in der Steiermark nicht bestätigt. Die zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden würden weiterhin ein „gewissenhaftes und lückenloses Contact-Tracing“ durchführen, um eine weitere Ausbreitung möglichst effektiv einzudämmen. Dafür sei aber auch die Mithilfe der Bevölkerung nötig: Es sei entscheidend, dass die Angaben gegenüber den Behörden richtig und vollständig sind, wurde betont.

TT-ePaper gratis testen und 20 x € 100,- Einkaufsgutscheine gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch


Kommentieren


Schlagworte