Cortina 2021 begann mit Schneemassen und Verschiebungen

Massenhaft Neuschnee hat das Programm der 46. Alpinski-Weltmeisterschaften in Cortina d‘Ampezzo gleich am ersten Tag über den Haufen geworfen. Nachdem es die Nacht über geschneit hatte, wurde die Alpine Kombination der Damen abgesagt und später auf nächsten Montag verschoben. Auch der Super-G der Herren wurde verlegt, das Rennen soll nun statt am Dienstag am Donnerstag stattfinden. Ab dann soll das Wetter weitaus stabiler und berechenbarer sein.

Titelverteidigerin Wendy Holdener aus der Schweiz hätte den Kombi-Slalom um 11.00 eröffnen sollen, um 14.30 Uhr wäre ein Super-G gefolgt. Auf dem Berg lag jedoch zu viel Schnee. „Ich habe nicht viel geschlafen, es war eine lange Nacht“, sagte Peter Gerdol, der FIS-Rennchef für die Damen-Bewerbe. Die ursprüngliche Reihenfolge der beiden Teildisziplinen war bereits am Sonntag in einem Versuch, den Bewerb am Montag zu retten, getauscht worden. Für Österreich wären Franziska Gritsch, Ramona Siebenhofer, Ariane Rädler und Katharina Huber am Start gewesen.

„Du wärst schon einmal runtergefahren, das hätte sicher einen Vorteil gebracht. Aber es wären sicher Verschiebungen heute gekommen, dann wäre es auch ein langer Tag geworden. Das kann man positiv oder negativ sehen“, meinte Rädler, die nun am Dienstag (13.00 Uhr/live ORF 1) im Super-G ihre WM-Premiere geben wird. Das Rennen hätte ursprünglich um 10.30 Uhr gestartet werden sollen, wurde aber nach hinten verlegt, um mehr Zeit für die notwendigen Arbeiten an der Piste zu gewinnen.

Über die Neuansetzung der Kombi informierten der Ski-Weltverband FIS und die lokalen Organisatoren am Montagabend. Genutzt wird der offizielle Reservetag der Weltmeisterschaften am nächsten Montag, 15. Februar. Die Startzeiten stehen noch nicht fest. Fix ist, dass nun wieder der Super-G zuerst an der Reihe ist.

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Auch das Herren-Programm musste schon umgekrempelt werden. Wegen Lawinengefahr unterhalb der Tofane-Gipfelkette in den Dolomiten wurde zunächst die für Montagnachmittag geplante Streckenbesichtigung sowie die Kurssetzung für den Herren-Super-G am Dienstag gestrichen. Der Zutritt zur Strecke wurde für alle gesperrt, am Abend wurde das Rennen schließlich auf Donnerstag (11.30 Uhr/live ORF 1) verlegt. Grund waren der heftige Schneefall und der Zustand der Piste, wie die FIS mitteilte.

„Ich war heute am Berg und habe mir die Situation angeschaut. Es ist wirklich so viel Schnee gefallen, die sind einfach noch nicht parat für morgen. Die Entscheidung ist für mich ganz klar richtig“, meinte ÖSV-Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher nach der Mannschaftsführersitzung. „Die Wetterprognosen sind ab Donnerstag sehr, sehr gut. Es wird kalt. Ich glaube, wenn sie da gut arbeiten, haben wir eine perfekte Piste dann. Das ist für die Athleten dann auch einfacher. Die wollen gute Bedingungen.“

Am Dienstag finden für die Super-G-Fahrer eine Hangbesichtigung und ein Hangbefahren statt. „Das ist auch aus Sicherheitsgründen schon notwendig, dass man das macht“, ergänzte Puelacher. Für den ÖSV werden am Donnerstag Vincent Kriechmayr, Matthias Mayer, Christian Walder und Max Franz am Start stehen. Davor findet am Mittwoch noch die Herren-Kombination statt, wenngleich auch diese angesichts der Wetterprognosen wackelt.

Die neue Speed-Strecke Vertigine ist für alle Herren außer den Italienern um Dominik Paris und Christof Innerhof, die hier 2019 bereits italienische Meisterschaften fuhren, unbekanntes Terrain. Sich Last-Minute-Tipps von den beiden Südtirolern zu holen, sei aber für ihn keine Option, scherzte Mayer: „Der Paris will nichts sagen, der Innerhofer redet zu viel.“


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