Relikte aus der Mottenkiste: „Trachtenmädchen“ in der Galerie Maier

In der Galerie Maier: „Trachtenmädchen“ von Fini Platzer.
© watzek

Innsbruck – Prominente Innsbruck-Besucher, wie Schwedens Königin Silvia oder Persiens Schah Pahlavi, bekamen von den 1960er- bis zu den 90er-Jahren eine Figur von Fini Platzer als offizielles Gastgeschenk. Meist ein mit viel Fingerspitzengefühl in Ton modelliertes, in einer feinen Farbigkeit glasiertes Trachtenmädchen, die Spezialität der 1993 im Alter von 80 Jahren verstorbenen Tiroler Keramikerin. Die, obwohl ihre oft grenzgängerisch nah am Kitsch dahinschrammenden Objekte heute wie Relikte aus längst vergangenen Zeiten daherkommen, ihre LiebhaberIn­nen finden. Etwa die junge Innsbrucker Galeristin Stefanie Moser-Maier, die seit Jahren alles, was von Fini Platzer am Kunstmarkt auftaucht, sammelt und nun in ihrer Galerie präsentiert.

Die von der Künstlerin nach im Volkskunstmuseum gesehenen Trachten mit viel Fantasie besonders in der Kreation von Kopfbedeckungen modellierten Statuetten genauso wie in plakativer Naivität dekorierte Gefäße, von denen so manche in den Bildern von Platzers malender Freundin Gerhild Diesner verewigt sind. (schlo)

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