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„Umweltferkel“ entsorgte Hausmüll täglich in Bach bei Kappl

Mann in flagranti bei Entsorgung erwischt, die Bergwacht zeigte ihn an. Die BH Landeck hat voriges Jahr 60 Verfahren gegen Umweltsünder eingeleitet.

Rund 25 Anzeigen gegen Umweltsünder hat voriges Jahr die Bergwacht im Bezirk Landeck erstattet. Hausmüll in der Natur entsorgen ist kein Kavaliersdelikt: Tätern droht eine Geldstrafe von 450 Euro. (Symbolfoto)
© Wenzel

Von Helmut Wenzel

Landeck – „Er hat ein bis zwei Wochen lang täglich einen Sack mit Hausmüll in einen Bach bei Kappl geworfen“, schilderte Landecks Bergwacht-Bezirksleiter Gerhard Moser am Dienstag. Im Sündenregister der Bergwacht finden sich auch im Corona-Jahr 2020 bemerkenswerte Eintragungen. „Aber der Mann wurde beobachtet und konnte schließlich auf frischer Tat ertappt werden.“ Die Bergwacht habe den mutmaßlichen Täter dann bei der BH Landeck angezeigt. In Summe brachten die Männer, die mit der Behörde kooperieren, rund 25 Umweltdelikte zur Anzeige.

In einem anderen Fall sei die Bergwacht aktiv geworden, nachdem sie einen Hinweis zu illegaler Wasserableitung bekommen hatte. „Da hat jemand Rohre gelegt, um Wasser aus einer Feuchtwiese abzuleiten“, erzählte der Bezirksleiter. Nach der Anzeige habe der ursprüngliche Zustand der Feuchtwiese wieder hergestellt werden müssen.


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