Ampel-Versuch in St Johann scheint zu greifen

Einfaches Einbiegen in die Loferer Straße in St. Johann wird positiv wahrgenommen.

An der Loferer Straße in St. Johann sollen vier Ampeln, die kurzfristig auf Rot schalten, das Einbiegen erleichtern.
© Marktgemeinde St. Johann

Von Michael Mader

St. Johann i. T. – Schön langsam scheint man sich in der Marktgemeinde St. Johann an das tirolweite Pilotprojekt der vier Einbiegeampeln zu gewöhnen. Wie berichtet, wird der Verkehr auf der Loferer Straße (B178) in St. Johann mit insgesamt vier Ampeln für ca. 15 Sekunden angehalten. Dadurch ergibt sich ein kurzes Zeitfenster für das Einbiegen des Querverkehrs. Angebracht wurden die Ampeln zwischen der nördlichen Ausfahrt der Unterführung und dem Knoten mit der B176 Kössener Straße.

Die anfängliche Skepsis gegenüber diesem Versuch des Baubezirksamtes Kufstein bzw. der Abteilung Verkehr und Straße des Amtes der Tiroler Landesregierung wurde auch im St. Johanner Gemeinderat thematisiert. Von der Kritik daran, dass die Ampeln plötzlich gelb zu blinken anfangen und dann sofort auf Rot schalten, über mangelnde Beschilderung bis hin zum Beobachten von heftigen Bremsmanövern und sogar Unfällen.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtete Bürgermeister Hubert Almberger auf Anfrage von Christine Bernhofer (SoLi), dass es sehr gut funktioniere: „Wir haben das ja schon einmal thematisiert. Es gibt keine Unfälle bedingt durch die Ampel. Ich habe mit sehr vielen Leuten, auch älteren Autofahrern, gesprochen – und dazu gehört auch meine Mutter. Alle sind durchwegs von der Situation begeistert, dass man eigentlich überall gut rauskommt und auch relativ gut hineinkommt“, vor allem auch jene, die es vorher sehr schwer hatten, auf die B178 einzufahren, etwa bei der MPreis-Kreuzung. Almberger habe auch mit den Verantwortlichen vom Baubezirksamt gesprochen. Auch die hätten gesagt, dass es sehr gut funktioniere. Vor etwa 14 Tagen habe es eine Begutachtung vor Ort gegeben. Wir haben momentan die Situation, dass wir fast die Hälfte des üblichen Verkehrs haben. Zu Spitzenzeiten passierten bis zu 16.000 Fahrzeuge täglich das Nadelöhr St. Johann.

„Ein bisschen ein Problem ist, dass die Einheimischen das nicht gewöhnt sind und ein wenig die Achtsamkeit lernen müssen. Alle anderen, die durchfahren, sind achtsamer. Es ist festgestellt worden, dass der Verkehr momentan ein wenig schneller ist als normal, aber eben aufgrund der Situation, dass weniger los ist“, weiß Hubert Almberger.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung jederzeit digital abrufen, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

TT ePaper

Es sei aber noch Zeit, um weitere Erfahrungen zu sammeln. Erst nach Ende der Testphase soll entschieden werden, ob die vier Ampeln fix an der Loferer Straße installiert bleiben.


Kommentieren


Schlagworte