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TT-Leitartikel: Herbert Kickls gefährliches Spiel

Der FPÖ-Klubchef weiß, dass der Teil der Bevölkerung, der mit der Corona-Politik der Regierung nichts anfangen kann, für die Blauen interessant ist. Der Ex-Innenminister agiert mit Vorurteilen und sieht sich gerne in der Rolle des Märtyrers.

Michael Sprenger

Leitartikel

Von Michael Sprenger

Kann aus jenem Teil der Bevölkerung, der immer wieder gegen die Corona-Politik auf die Straße geht, verzweifelt ist, eine Bewegung werden – vielleicht eine politisch relevante?

Jedenfalls handelt es sich hierbei um keine homogene Gruppe. Keinesfalls ist es so, dass es sich bei allen Demonstranten, die da ihren Unmut kundtun, um Rechtsradikale oder Antisemiten handelt, um Gegner der Aufklärung (um nicht Verschwörungstheoretiker zu schreiben, weil eine Theorie ist da ja nicht erkennbar). Bei vielen Demonstranten geht es aufgrund der steigenden Arbeitslosenzahlen um Existenzangst. Andere sorgen sich um die Grund- und Freiheitsrechte, die in Gefahr sind, wollen sich auch von der Obrigkeit nicht bevormunden lassen – auch nicht, wenn es um die Impfung geht. Und ja, es gibt erkennbare Tendenzen hin zu einem autoritären Staat, die uns alle zur Wachsamkeit auffordern sollten.


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