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Grundstücksverkauf in Telfs: „Das ist eine schleichende Enteignung“

Beim Verkauf eines Grundstücks in Telfs wurden Agraranteile einmal bestätigt und einmal gelöscht, beklagt die Käuferin.

Symbolfoto.
© Thomas Böhm

Telfs – Der Fall ist ausjudiziert, könnte aber doch noch Auswirkungen haben: Bei einem Grundstücksverkauf in Telfs wurden die damit verbundenen Mitgliedschaftsrechte an zwei Gemeindegutsagrargemeinschaften unterschiedlich behandelt. Während drei Anteile an der GGAG Wildmoos bestätigt wurden, löschte die Gemeinde Telfs den Anteil an der GGAG Puit-Wang. Dieses Vorgehen der Marktgemeinde wurde bis zum Verwaltungsgerichtshof auch als rechtens bestätigt. Käuferin Barbar­a Jaud-Dollinger akzeptiert zwar das höchstgerichtliche Erkenntnis, wendet sich nun allerdings in einem offenen Brief an die Tiroler Entscheidungsträger, um eine Änderung im Tiroler Flurverfassungslandesgesetz (TFLG) zu erwirken. Denn dessen §38 ermögliche „eine schleichende Enteignung“ und stehe im Widerspruch zum Gesetzessinn, der das „Interesse der Schaffung und Erhaltung einer leistungsfähigen und umweltverträglichen Landwirtschaft“ verfolge.

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