Gemeinnützige Bauträger: 320 Mio. Euro für Wohnbau in Tirol

Gemeinnützige Bauträger in Tirol wollen heuer 1350 Wohnungen fertig stellen.

Obmann Franz Mariacher (r.) und sein Stellvertreter Markus Lechleitner
© platzermedia

Innsbruck – Die Gemeinnützigen Bauträger (GBV) in Tirol werden 2021 rund 320 Mio. Euro in den Tiroler Wohnungsmarkt investieren. „Wir bleiben damit eine wichtige Konjunkturstütze für die Tiroler Bauwirtschaft in einer wirtschaftlich angespannten Zeit“, betont Obmann Franz Mariacher in einer Aussendung am Freitag.

2020 wurden laut GBV 1284 neue Wohneinheiten fertig gestellt und übergeben. Für 2021 sei eine leichte Steigerung auf 1350 Wohnungen geplant. Aktuell sind über 2000 Wohnungen in 65 Tiroler Gemeinden in Bau, so GBV-Stellvertreter Markus Lechleitner. Dabei werde der Großteil in Miete, welcher zum Teil eine Kaufoption aufweise, errichtet. „Mit einer durchschnittlichen Mietpreissteigerung von 1,5 Prozent im letzten Jahr sind wir ein Garant für leistbares Wohnen und tragen Sorge, dass die Kosten nicht davongaloppieren“, so Lechleitner. Aber auch der Anteil der Eigentumsbildung bei den Mietkaufwohnungen nehme stetig zu. So hätten in den letzten vier Jahren über 2000 Wohnungen in das Eigentum gewechselt.

Der Einsatz von alternativen Heizsystemen wie z. B. Solaranlagen, Wärmepumpen, Pelletsanlagen, Grundwasserpumpen, Photovoltaikanlagen sowie Anschlüsse an die regionalen Fernwärmenetze sei im gemeinnützigen Wohnbau am Vormarsch. Die Tiroler Gemeinnützigen würden dabei auch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz bei den Bestandswohnanlagen durch Fassadendämmungen und Fenstertausch setzen. Beim Ausstieg von Ölheizungen seien die Tiroler Gemeinnützigen schon jetzt Vorreiter. „Von den Heizungsanlagen unserer über 40.000 Mietwohnungen werden noch zirka zwei Prozent mit Heizöl betrieben“, so Mariacher.

Die Tiroler Gemeinnützigen verwalten aktuell knapp 70.000 Wohnungen. Jeder fünfte Tiroler bzw. jede fünfte Tirolerin wohne bereits unter einem Dach der Gemeinnützigen. Mariacher verweist auch darauf, dass eine Studie der OECD unser System der Wohnungsgemeinnützigkeit zum Best-Practice-Modell für leistbares Wohnen erklärt habe. (TT)


Kommentieren


Schlagworte