Deutsches Einreiseverbot für Tiroler startet

Das Einreiseverbot für Tiroler nach Deutschland ist am heutigen Sonntag in Kraft getreten. Grund dafür ist die Einstufung Tirols als „Mutationsgebiet“, weil im Bundesland die südafrikanische Coronavirus-Variante vermehrt aufgetreten war. Die Regelung sorgte im Vorfeld aufgrund einer möglichen Ausnahmeregelung für Berufspendler für Diskussionen zwischen Deutschland, der EU-Kommission und Tirol.

Ob Berufspendler nach Bayern einreisen dürfen, war vorerst noch ungeklärt. Obwohl eine bayerische Landesverordnung dringend benötigtem Personal die Einreise gestatten würde, dürften wohl die strengeren Bestimmungen der deutschen Bundesverordnung gelten. Vom Verbot ausgenommen sind Osttirol, Jungholz, sowie das Rißtal im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee. Einreisen dürfen sonst nur noch Deutsche, Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland, landwirtschaftliche Saisonarbeitskräfte und Gesundheitspersonal.

Auch Lastwagenfahrer und sonstiges Transportpersonal im Güterverkehr sind von dem Verbot ausgenommen. Außerdem sollen Einreisen aus dringenden humanitären Gründen - wie bei einem Todesfall - erlaubt sein. Einreisewillige müssen sich vorab auf das Coronavirus testen lassen und anmelden. Zudem gilt eine Quarantänepflicht in Deutschland. Der grenzüberschreitende öffentliche Verkehr zwischen Tirol und Deutschland wurde eingestellt.

Tirol forderte am Samstag Ausnahmen für Pendler und kündigte seinerseits Schritte an. Um einen Lkw-Rückstau auf der A12 bei Kufstein zu vermeiden, werden ab Sonntag am Brenner Transit-Fahrzeuge kontrolliert, ob eine Durchreise nach Deutschland möglich ist. Sollte dies nicht der Fall sein, werde eine Weiterfahrt untersagt, hieß es von Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP). Außerdem wird der Transit-Verkehr am Brenner vorsorglich dosiert.

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