Nach Bratislava-Pleite herrscht im Haifischbecken Alarmstufe Rot

Die Ernüchterung nach der 0:3-Heimpleite gegen Bratislava ist bei den Innsbrucker Haien groß. Fürs Play-off braucht es jetzt ein kleines Wunder.

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© Michael Kristen

Von Alex Gruber

Innsbruck – Die fünfte Saisonniederlage gegen Bratislava im ebensovielten Spiel und ein Shut-out für den starken Gäste-Keeper Jared Corea war die Höchststrafe, die die Haie im ersten Heimspiel der Quali-Runde ereilte. Dass sich Innsbrucks zweitbester Scorer und Heißsporn Braden Christoffer nach der Schlusssirene noch ein Wortgefecht mit Gegnern wie dem Schiedsrichtergespann lieferte, quittierte HCI-Vorstand Kurt Mitterer auf der Tribüne mit eindeutigen Worten. Sinngemäß übersetzt: Man hätte diese Energie und das Feuer viel lieber die 60 Minuten zuvor am Eis gesehen.

Nachdem die Innsbrucker Haie zwischenzeitlich rund um Topscorer Daniel Ciamoni, Christoffer und Co. im Grunddurchgang auf Platz fünf stürmten, scheint ihnen jetzt in der entscheidenden Phase der Saison auch offensiv die Luft auszugehen. Das kennt man aus den vergangenen Jahren. Kurioserweise steht seit Runden mit Tom McCollum ein zuvor Gescholtener als bester Mann im Tor. Im Vorwärtsgang half es auch nichts, dass Cheftrainer Mitch O’Keefe gegen die Slowaken auch noch Sam Herr im ersten Drittel zu Ciampini und Chris­toffer spannte.

„Es ist enttäuschend, weil wir uns viel mehr erwartet haben. Unsere beste Linie lässt jetzt auch aus. Man muss so fair sein und zugeben, dass wir gegen Bratislava keine Chance hatten, das Spiel zu gewinnen. Und wenn man sich so präsentiert, hat man im Play-off auch nichts verloren“, konstatierte HCI-Obmann Günther Hanschitz, der weiß, dass in den verbleibenden acht Spieltagen als Tabellenschlusslicht eine „mission impossible“ wartet. Der Satz „Es ist noch nicht alles vorbei“ muss folgen.

Die bislang enttäuschende Quali-Runde geht am Freitag bei Tabellenführer Dornbirn weiter, am Sonntag gastiert Villach in der Tiwag-Arena. Um ein Play-off-Ticket zu ergattern, können sich die Haie kaum noch eine Niederlage leisten. Selbst wenn man eines oder sogar das billigste Team der Liga stellt, muss zumindest die Leidenschaft spürbar sein.


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