Hütter bei Eintracht in den Spuren von Kultcoach Stepanovic

Adi Hütter sorgt mit Eintracht Frankfurt für Furore und will nun einen erfolgreichen Vorgänger in den Schatten stellen: Kulttrainer Dragoslav Stepanovic. Nach dem 2:0 gegen Köln hat die Eintracht die Champions League fest im Visier. „Ich weiß, dass Stepi sich mit uns freut. Er schickt immer mal wieder eine SMS“, sagte der Vorarlberger Chefcoach und fügte einen legendären Stepanovic-Spruch an: „Ich hoffe, dass ich Dich noch übertrumpfen kann. Du weißt: Lebbe geht weider.“

Zehn Partien ohne Niederlage stehen für die in der Tabelle drittplatzierten Frankfurter derzeit zu Buche, nach acht Siegen und zwei Remis geht es am Samstag gegen den FC Bayern München weiter. „Wir haben uns von den hinteren Plätzen ein wenig distanziert und sind in einer Situation, in der die Partie gegen die Bayern eine Art Bonusspiel ist“, sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic vor der Topbegegnung mit dem Club-Weltmeister.

Auch Hütter glaubt, dass alles möglich ist gegen die weltbeste Mannschaft, die gerade ihren sechsten Titel geholt hat und „das Nonplusultra“ sei. „Wir sind gut drauf und wollen ungeschlagen bleiben.“ Wie das gehen kann, demonstrierte die Eintracht am 4. November 2019 mit einem 5:1 zuhause gegen die Münchner. An Selbstvertrauen mangelt es dem DFB-Pokalsieger von 2018 nicht. „Wir haben die Siege und die Punkte nirgendwo gestohlen. Das macht mir Spaß und Freude“, betonte Hütter.

Durch die Erfolgsserie hat Hütter nun ein Luxusproblem, er muss den ganzen Kader bei Laune halten - vor allem den von Real Madrid ausgeliehenen Luka Jovic. Der serbische Stürmer erhoffte sich bei seinem einstigen Arbeitgeber die Spielzeit zu bekommen, die er nach seinem Wechsel zu den Spaniern nicht bekam. Auch gegen die Kölner wurde er aber nur eingewechselt, zum fünften Mal schon. Sturmkollege Andre Silva erzielte gegen Köln den 18. Treffer in dieser Saison.

TT-ePaper gratis testen und 20 x € 100,- Einkaufsgutscheine gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch

Martin Hinteregger agierte bei den Frankfurtern in der Innenverteidigung, Stefan Ilsanker saß auf der Ersatzbank. Hinteregger ist derzeit auch abseits des Spielfelds beschäftigt. Der Kärntner schreibt derzeit an einem Buch, das voraussichtlich im Mai veröffentlicht werden soll. 45 persönliche Geschichten sollen es werden, verriet Hinteregger auf Instagram. „Dinge, die bisher nicht jeder von mir weiß.“ In einem Kapitel geht es offenbar um Spielsucht.


Kommentieren


Schlagworte