Besserer Winterdienst auf Radwegen in Tirol gefordert

Radwege sollten in allen Gemeinden so schnell wie möglich von Schnee geräumt werden. Das fordert der grüne Mobilitätssprecher im Landtag, LA Michael Mingler.

Am Innradweg wurde zuletzt nur abschnittsweise geräumt.
© Breit

Innsbruck – Radwege sollten in allen Gemeinden so schnell wie möglich von Schnee geräumt werden. Das fordert der grüne Mobilitätssprecher im Landtag, LA Michael Mingler, nach dem TT-Bericht über teilweise fehlenden Winterdienst entlang des Innradwegs. Dass diese wichtige Route „über den Winter mehr einer Eislaufbahn denn einer Mobilitätsachse gleicht“, sei „nicht hinzunehmen“.

Aussagen mancher Bürgermeister, denen das Verständnis für Radfahren im Winter fehlt, findet Mingler „zum Haareraufen“ und „wie im letzten Jahrhundert“. Das Rad müsse „endlich gleichberechtigt wie der Auto- und Fußgängerverkehr wahrgenommen werden“. In einigen Gemeinden funktioniere die Radweg-Räumung ja auch vorbildlich oder sei wie in Kematen nach Kritik schnell nachgebessert worden. Mingler kündigt eine Initiative im Landtag an, er werde sich „genau ansehen, wie man die säumigen Gemeinden mehr in die Pflicht nehmen kann“.

NEOS-Antrag im Gemeinderat

Auch in Innsbruck geht die Debatte weiter: Die NEOS haben einen Antrag im Gemeinderat eingebracht, wonach die Räumung der Radwege im gesamten Stadtgebiet in Zukunft einheitlich vom Amt für Straßenbetrieb durchgeführt werden solle. Nächste Woche wird der Antrag behandelt.

Unterschiedliche Vorgaben würden derzeit dazu führen, dass jene Radwege, die dem Amt für Grünanlagen zugeordnet sind, nicht „schwarz“ geräumt werden, sondern weiß, also schneebedeckt bleiben, wobei nur Splitt statt Salz gestreut wird, erklärt GR Julia Seidl. Die NEOS fordern nun eine einheitliche „schwarze“ Schneeräumung des Radwegenetzes in der Stadt. „Immer mehr Menschen nutzen im Winter das Fahrrad – und wenn wir als Stadt fahrradfreundlicher werden wollen, müssen wir auch im Winter für angemessene Fahrbahnverhältnisse sorgen.“

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Die ÖVP stehe Winterradfahrwegen grundsätzlich offen gegenüber, sagt Klubobmann Christoph Appler. Aber bevor man überhaupt über eine Priorisierung der Schneeräumung auf Radwegen diskutieren könne, müsse man das Schneeräumkonzept in Innsbruck „gesamthaft verbessern“. Es brauche mehr Personal und bessere Räumgeräte, um zeitnah Haltestellen, Gehwege und Hauptverbindungsrouten zu räumen. „Erst die Pflicht, dann die Kür – und nicht umgekehrt.“ (md)


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