Bawag und Raiffeisen kaufen im Ausland zu

Die Raiffeisen Bank International übernimmt einen tschechischen Devisenhändler. Die Bawag kauft die irische Depfa Group.

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(Symbolfoto)
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Wien, Prag – Die Bawag kauft die irische Depfa Bank, eine Tochter der staatlichen deutschen „Bad Bank“ FMS. Zum Kaufpreis machte die Bawag keine Angaben, es sei Stillschweigen vereinbart worden. Aufsichtsrechtliche Genehmigungen sind noch ausständig. Die Depfa Group mit Hauptsitz in Dublin war Teil der Hypo Real Estate Holding AG, die 2009 verstaatlicht wurde. Vor der Verstaatlichung konzentrierte sich die Depfa Group hauptsächlich auf die Emission von Pfandbriefen des öffentlichen Sektors, so die Bawag in ihrer Mitteilung. Die Depfa Group war 2014 von der FMS-WM übernommen worden und befindet sich im Prozess der Abwicklung ihres Bankgeschäfts.

Von 2014 bis Mitte 2020 schrumpfte die Bilanzsumme der Depfa von 48,5 Mrd. auf 6,9 Mrd. Euro zusammen. In ihr lagern im Wesentlichen noch europäische Staatsanleihen und Kredite an die öffentliche Hand in Westeuropa. Die deutsche Bundesregierung kann mit dem Verkauf eine der Altlasten aus der Finanzkrise zu den Akten legen.

Ebenfalls eingekauft hat die Raiffeisen Bank International (RBI). Die Bank kauft den tschechischen Devisenhändler und Zahlungsverkehrsanbieter Akcenta CZ a. s. 70 % wird die RBI selbst halten, die restlichen 30 % die tschechische RBI-Tochter Raiffeisenbank a. s. Akcenta bietet Devisen-, Zahlungsverkehrs- und Handelsdienstleistungen für Klein- und Mittelbetriebe in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Polen, Rumänien und Deutschland an. Das Unternehmen betreut laut RBI rund 43.000 Kunden. 2020 wies Akcenta eine Bilanzsumme von rund 93 Mio. Euro aus und wickelte in diesem Jahr ein Kundentransaktionsvolumen von knapp sieben Mrd. Euro ab. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung und soll bis Ende Mai abgeschlossen sein. Zum Kaufpreis machte die RBI am Montag keine Angaben. (APA, TT)

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