Viele Fälle britischer Mutation im Bezirk Hermagor

Nachdem die Sieben-Tages-Inzidenz im Kärntner Bezirk Hermagor nach wie vor sehr hoch ist, hat die Bezirkshauptmannschaft am Montag weitere, strenge Kontrollen der bestehenden Verordnungen angekündigt. Bezirkshauptmann Heinz Pansi sagte auf APA-Anfrage, die im österreichweiten Vergleich höchste Inzidenz sei wohl auf die britische Virusmutation zurückzuführen.

Die Sieben-Tages-Inzidenz sank am Montag zwar auf 432, war aber damit immer noch die mit Abstand höchste aller österreichischen Bezirke. Laut Pansi werden aus diesem Grund die bereits intensivierten Kontrollen fortgesetzt, auch Beherbergungsbetriebe hätte man im Visier. Weitere Maßnahmen, wie etwa eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum, wie es sie schon im Herbst in einigen Gemeinden gegeben hatte, seien vorerst nicht angedacht, erklärte Pansi: „In erster Linie stecken sich die Leute im privaten Umfeld an.“

Die Testmoral im Bezirk Hermagor bezeichnete Pansi als gut, es herrsche reger Betrieb an den Teststationen. Kein einziges positives Ergebnis hätten die am Montag gestarteten Tests in den Hermagorer Schulen gebracht. Nach wie vor aufrecht bleibt die verstärkte Kontaktnachverfolgung: Schon vergangene Woche wurde angeordnet, dass im Bezirk Hermagor nicht nur die Kontaktpersonen der Kategorie 1, sondern auch jene der Kategorie 2 - also Kontaktpersonen mit Niedrig-Risiko-Exposition - verpflichtend getestet werden.

Montagfrüh war die Sieben-Tages-Inzidenz für den Bezirk Hermagor bei 493 gelegen. Die hohe Zahl relativiert sich etwas, wenn man bedenkt, dass der Bezirk gerade einmal 18.435 Einwohner hat - damit hat es in den vergangenen sieben Tagen im Bezirk 91 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben. Dennoch ist die Zahl viel zu hoch: „In erster Linie führen wir das auf die hochansteckende britische Virusmutation zurück, die uns im Bezirk stark zu schaffen macht“, sagte Pansi.

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Wie weit verbreitet diese Mutation im kleinen Bezirk im Südwesten Kärntens ist, wurde am Wochenende klar, am Samstag wurden 70 neue B.1.1.7-Infektionen in Kärnten bestätigt. 23 davon, also fast genau ein Drittel, im Bezirk Hermagor, in dem lediglich 3,3 Prozent der Einwohner Kärntens wohnen.


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