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Um 4.30 Uhr aufstehen, Topleistung bringen: Früher Vogel scheitert auf Dauer

Politiker schlafen oft nur ein paar Stunden. Top-Manager stehen um 4.30 Uhr auf, um noch produktiver zu sein. Und Mamas stellen sich den Wecker eine Stunde eher, damit sie vor den Kids munter sind. Doch auf Kosten des Schlafes zu arbeiten, ist keine gute Idee, sagt Schlafforscherin Birgit Högl.

Lange Tage für Berlusconi und Merkel, und auch für Virgin-Boss Branson (rechts oben) geht es um 5 Uhr los. Bei Apple-Chef Cook (links unten) klingelt der Wecker noch früher.
© AFP/imago

Von Nicole Strozzi

Schlafenzug gilt nicht umsonst als brutale Foltermethode. Jeder, der einmal eine Nacht kaum geschlafen hat, weiß, wie man sich am nächsten Tag fühlt: wie ein Betrunkener, der im Dauer-Jetlag schlecht gelaunt und unkonzentriert darauf wartet, dass der Tag endlich zu Ende geht.

Wenig zu schlafen, ist für einige Menschen aber nicht ein einmaliges Ereignis, sondern ein Dauerzustand. Während viele Menschen unfreiwillig viel zu früh aufwachen, stellen sich andere bewusst früh den Wecker, um noch mehr zu leisten.

„Vier Stunden schläft der Mann, fünf die Frau, sechs ein Idiot." Die­se Worte werden Napoleon zugeschrieben. Und auch heute noch betreiben es einige Top-Manager so wie einst der französische Kaiser. So gehört es in US-amerikanischen Businesskreisen fast schon zum guten Ton, noch vor Sonnenaufgang aufzustehen, um Sport zu machen, E-Mails zu checken, Gespräche mit Partnern aus anderen Zeitzonen zu führen und dann nach dem Frühstück mit den Kids als Erster ins Büro zu fahren.


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