Mittelschule Egger-Lienz: Ein musikalisches Mosaik soll Mut machen

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Schüler und Lehrer der Mittelschule Egger-Lienz haben die technischen Möglichkeiten des Home-Schoolings für die Gestaltung eines Musikvideos genutzt, das auf der Schul-Homepage veröffentlicht wurde.
© MS Egger-Lienz

Von Christoph Blassnig

Lienz – Dass trotz aller Finsternis ein neuer Tag erwacht: So heißt es in einem Lied des Religionspädagogen und Kinderliedermachers Kurt Mikula. Die Sehnsucht nach einer Zeit ohne Einschränkungen verbindet Menschen jeden Alters. „Ich bin bei einem Chor“, erzählt etwa die elfjährige Elena Zittera, Schülerin an der Mittelschule Egger-Lienz. „Wenn Corona nicht wäre, würden wir uns an jedem Mittwoch eine Stunde lang zum Singen treffen. Außerdem spiele ich dort mit der Gitarre. Das fehlt mir momentan sehr.“

Schüler und Lehrer der Lienzer Schule haben eines von Mikulas Liedern unter dem Motto „Mit Abstand – aber von Herzen“ aufgenommen und auf der Schul-Homepage www.nms-egger-lienz.tsn.at veröffentlicht. „Das Lied passt sehr gut in diese Zeit“, findet die Religionslehrerin Michaela Steiner. „Es gibt um uns herum so viel Schönes, daran wollen wir uns alle erinnern. Wir dürfen uns die Freude und die Motivation durch die äußeren Umstände einfach nicht verderben lassen.“

Weil ein persönliches Musizieren mit anderen derzeit nicht möglich ist, hat Steiner an ihrer Schule Freiwillige gefunden, die sich an das Singen samt Videodreh herangewagt haben. „Grundsätzlich ist die Scheu natürlich groß, sich selbst aufzunehmen“, räumt die Pädagogin ein. „Es haben sich aber auch Schüler für dieses Projekt gemeldet, bei denen ich diesen Mut nicht sofort gesehen hätte.“ Die Initiatorin hat mit dem Einverständnis des Komponisten den Liedtext und das Playback im Vorfeld an alle Teilnehmer verschickt. Diese haben sich daheim beim Singen des Titels aufgenommen. „Ich habe schon etwas üben müssen, bis der Einsatz gestimmt hat. Das ist nicht so einfach, wenn man ganz alleine singt“, berichtet Elena. „Das Playback ist am Computer gelaufen und ich habe dazu gesungen, meine Mama hat mich mit dem Tablet dabei gefilmt.“ Und weil die Schülerin bei sich selbst immer äußerst kritisch ist, wie sie sagt, hat es mehrere Anläufe gebraucht, bis sie mit dem Ergebnis schlussendlich zufrieden war. Alle entstandenen Videos hat die Religionslehrerin gesammelt und einzelne Szenen daraus im Studio eines Freundes zu einem musikalischen Mosaik zusammengefügt. „Ich bin sehr stolz auf alle, die mitgemacht haben“, sagt Steiner. Die Leichtigkeit der Wolken, die Standhaftigkeit der Bäume, man kann von allem etwas lernen, heißt es im Song.

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