„Wasserstoff für den Energiewechsel“: Katharina Reiche beim MCI-Live-Talk

Katharina Reiche von Westenergie AG setzt im MCI-Live-Talk auf Wasserstoff als erneuerbare Energie.

Die Studierenden des MCI konnten den Live-Talk von Rektor Andreas Altmann und Katharina Reiche von Westenergie online verfolgen.
© MCI

Innsbruck – Die Energiewende müsse rasch vorangetrieben werden, fordert Katharina Reiche, Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG, im Live-Talk am MCI. Als Mitglied des Nachhaltigkeitsrats und Vorsitzende des Nationalen Wasserstoffrats der Bundesrepublik Deutschland leistet sie seit Beginn ihrer parlamentarischen Tätigkeit 1998 einen erheblichen Beitrag zur Energiepolitik. Die Potsdamer Diplom-Chemikerin ist seit 2020 Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG. Seitdem beschäftigt sie sich mit erneuerbaren Energien und unterstützte zahlreiche internationale Klimaschutzverhandlungen mit ihrer Expertise. Um „einen langfristigen Energiewechsel“ zu erreichen, plädiert sie für den Einsatz von Wasserstoff.

Beim Umbau der Stromversorgung gelte es laut Reiche „schnell und konsequent zu handeln“ – es gehe immerhin um zukunftssichere Arbeitsplätze, neue Wertschöpfungspotenziale und den globalen Milliardenmarkt. Nach wie vor stellen, so Reiche, Öl und Erdgas als dominante Energieträger in Österreich zwei Drittel und in Deutschland sogar 80 Prozent des Primärenergieverbrauchs dar. Von den vielen interessanten Initiativen des Umbaus hebt Katherina Reiche vor allem „Tirol 2050“ hervor, wo Konzepte mit neuen Wärmeinfrastrukturen und Wasserstoffpipelines für die zukünftige Versorgung bereits festgelegt sind. Für die erforderliche „Neue Industrielle Revolution“ kommen für Reiche aber nicht unbedingt alle alternativen Energieträger in Frage. Batterien und E-Mobilität werden im Flug- und Schiffsverkehr sowie bei langen Transportwegen an Land ihrer Meinung nach eine untergeordnete Rolle spielen. So sei ein Ausgleich der hohen Fluktuationen beim Energieverbrauch rein elektrisch nicht zu bewerkstelligen. Auch eine CO2-Reduktion in Stahl-, Glas- und Zementindustrie könne sinnvoll und langfristig nur mit dem Schlüsselelement der Wasserstoff-Decarbonisierung funktionieren. (TT)

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