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Mehr Frauen für das All: „Nur wer es nicht probiert, scheitert sicher“

Die Weltraumorganisation ESA sucht nach Jahren wieder Astronauten. Vor allem Frauen sind aufgefordert, sich zu bewerben.

Die 43-jährige Italienerin Samantha Cristoforetti verbrachte 200 mehr oder weniger gemütliche Tage auf der ISS.

Von Manuel Lutz

Die Frau kann man auf den Mond schießen – zumeist wird die Redewendung im Zusammenhang mit einer Trennung gebraucht. Im Fall von Samantha Cristoforetti passt der Spruch ebenfalls. Dies ist jedoch keinesfalls abwertend gemeint. Denn die Italienerin ist Astronautin und war schon im All.

Als die Europäische Weltraumorganisation ESA im Jahr 2008 auf der Suche nach Astronauten war, haben sich mehr als 8000 Menschen beworben. So auch Cris­toforetti. „Ich glaube, die ESA hat das damals in den Medien angekündigt, dass neue Astronauten gesucht werden. Dann habe ich viele SMS und E-Mails bekommen von Freunden, die mich darauf aufmerksam machen wollten. Sie wussten, dass ich immer den Traum hatte, Astronautin zu werden“, erinnert sich die 43-Jährige zurück. Im Mai 2009 ging der Wunsch dann tatsächlich in Erfüllung – Cristoforetti wurde als eine von nur sechs ESA-Astronauten – fünf Männer und eine Frau – ausgewählt.


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