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Fastenkrippe in Imst hat neue Heimat und ganz persönliche Figuren

Als „anschaulichen Religionsunterricht“ bezeichnen die Mannen der Krippenakademie Tarrenz-Imst ihr Werk. 110 Figuren stellen in 13 Stationen den Leidensweg Christi nach. Die Fastenkrippe ist noch bis Ostermontag im neuen Krippenmuseum in Imst zu sehen. Die letzten sechs Figuren trafen am Aschermittwoch ein.

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Während das Brauchtum rund um die Weihnachtskrippe speziell bei uns im Alpenraum, aber auch in Italien und Spanien weit verbreitet ist, werden „Fastenkrippen“ oder „Passionskrippen“ seltener ausgestellt und gebaut.
© Parth

Von Thomas Parth

Von der Taube bis zum Engel und vom Esel bis zum Hahn, der dreimal krähte. Von den Passionsfiguren ganz zu schweigen: Die Genauigkeit und das Gespür für die Details der Krippenfiguren suchen ihresgleichen. Aber auch die Erbauer der Imster Fastenkrippe wollen die handgefertigten Unikate in einer detailverliebten Umgebung wissen. So entstand die Imster Fas­tenkrippe während 1500 Arbeitsstunden und war bislang in der Imster Johanneskirche zu besichtigen. 2021 ist jedoch so einiges anders, auch bei den Krippenbauern. Sie konnten sich einen lange gehegten Wunsch erfüllen und ein Krippenmuseum einrichten.

„Üblicherweise führt ein österlicher Spaziergang hinauf aufs Imster Bergl und in die Johanneskirche. Ab heuer laden wir wenige Meter weiter im neuen Krippenmuseum zur Besichtigung unserer Fastenkrippe“, freut sich Krippenbauer Hans-Peter Aschaber auf Besucher. Der Umzug in die neuen Räumlichkeiten war nicht zuletzt diversen Vandalenakten geschuldet. Diese machten schließlich eine „Krippenwache“ nötig. „Eine Kameraüberwachung wurde aus Datenschutzgründen nicht genehmigt. Dann sind wir halt Wache gestanden, was in der kalten Kirche nicht wirklich angenehm war. Schließlich sind wir nicht mehr die Jüngsten“, hat Aschaber mittlerweile wieder gut lachen. Durch die Unterstützung von Hans Strobl, dem Obmann der Imster Krippenbauer, wurde der Wechsel ins neue Museum möglich. Mehrere Wochen dauerten die Arbeiten, bis jede Krippe und jede Figur ihren Platz gefunden hatten.


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