Ärger über „Privilegien“ im Jugendfußball in Corona-Pandemie

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Landeck – „Mich fragen sie: Trainer, ich bin doch auch ein guter Fußballer, warum darf ich nicht spielen?“, erklärt Mathias Niederbacher. Anwort hat er keine – im Gegenteil, der Obmann des Landecker Sportvereins ist derzeit sauer. Er darf seine Fußballmannschaften im Jugendbereich Corona-bedingt seit Oktober nicht mehr trainieren. Und es sei zu befürchten, dass das auch noch den Frühling lang so bleiben wird, sagt er. Währenddessen geht es in der Tiroler Fußballakademie und in den Ausbildungszentren des Tiroler Fußballverbandes schon wieder los. Es ist eine Ungleichbehandlung, die er nicht verstehen kann. „Mich ärgert, wenn sich manche sportliche Privilegien herausnehmen. Es muss das gleiche Recht für alle gelten“, sagt er. Das Argument, dass es sich um eine Eliteausbildung handelt, lasse er nicht gelten. „Die sind weit weg vom Profitum. Sie werden aber zum Teil behandelt, als wären sie es.“

Durchaus auf Verständnis stößt er mit dem Ärger bei TVB-Vizepräsident Adolf Stastny. Es sei nicht immer alles gerecht und viele Argumente könne er verstehen, betont dieser. Letztlich seien die Lockerungen nicht vom Fußballverband entschieden worden. „Ich weiß nicht, ob sich alle Trainer der Verantwortung bewusst sind, die da auf sie zukommen würde“, spricht er zahlreiche Vorschriften rund um den Trainingsbetrieb an. Stastny hofft, dass das Training ganz generell Anfang März wieder starten kann. (mr)

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