Naomi Osaka will vierten Major-Titel in viertem Finale

Sie steht zum vierten Mal in einem Grand-Slam-Finale - und ist Favoritin. Naomi Osaka hat ihre bisherigen drei Endspiele auf Major-Niveau allesamt gewonnen und könnte sich nach den US Open 2018, den Australian Open 2019 und den US Open 2020 auch früh im Jahr 2021 den nächsten ganz großen Titel sichern. Im Weg steht der 23-jährigen Japanerin, die seit letztem Jahr laut Forbes bestbezahlte Sportlerin der Welt ist, die Finaldebütantin Jennifer Brady aus den USA.

„Ich habe diese Mentalität, dass sich die Leute nicht an die Finalisten erinnern“, meinte Osaka, die im Halbfinale mit einem sicheren Sieg US-Legende Serena Williams gestoppt hat. „Man könnte sich erinnern, aber es ist der Name der Siegerin, der eingraviert wird.“ Osaka hält nun bei einer 11:0-Bilanz in ihrer Karriere. Sobald sie ein Major-Viertelfinale erreicht hat, holte sie danach auch die Trophäe. Mit Gewinn von drei der vergangenen fünf Hartplatz-Grand-Slam-Titel hat sie zudem bewiesen, dass sie gerade auf diesem Untergrund eine echte Macht geworden ist.

Auf der anderen Seite steht die noch nicht so bekannte Jennifer Brady. Die 25-jährige Amerikanerin hatte aber zuletzt bei den US Open schon mit ihrem ersten Halbfinaleinzug auf diesem Level auf sich aufmerksam gemacht.

„Es ist überrascht mich nicht, sie wieder in einem Semifinale und nun im Finale zu sehen“, sagte Osaka zu Brady und erinnerte sich an ein sehr hochqualitatives Match gegen die Weltranglisten-24. Im angesprochenen Semifinale in Flushing Meadows hatte sich Osaka mühevoll 7:6(1),3:6,6:3 durchgesetzt. Insgesamt drei Mal hat es dieses Aufeinandertreffen gegeben, zweimal auf Tour-Level. Osaka führt mit 2:1-Siegen, die Niederlage stammt aus dem Jahr 2014, als Osaka erst 17 war.

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Die frühere College-Spielerin Brady, die vom deutschen Michael Geserer gecoacht wird, hat im Alter von sieben Jahren mit dem Tennis begonnen. Sie hat bisher ein WTA-Turnier (Lexington 2020) gewonnen. Ein erstes Major-Finale ist freilich eine ganz andere Kategorie. „Ich weiß nicht, wie ich mich am Samstag fühlen werde. Ich werde versuchen, den Moment zu genießen und nicht zu viel darüber nachzudenken“, sagte Brady. Aber es werde Situationen geben, wenn sie Gedanken haben werde wie „wow, das könnte mein erster Grand-Slam-Titel werden“. Im Vergleich zu Osaka hatte sie allerdings die wesentlich leichtere Auslosung und die Japanerin hat bereits 20 Matches en suite gewonnen.

Osaka könnte mit dem vierten Major-Sieg mit früheren Größen wie Arantxa Sanchez-Vicario (ESP) oder Hana Mandlikova (CSFR) gleichziehen. Statistiken, die die Japanerin nicht so sehr interessieren, gibt sie vor. „Vielleicht werde ich später im Leben, das was ich erreicht habe, einmal mehr schätzen. Aber jetzt gerade, fühle ich mich, dass ich Rekorde jage, die nicht gebrochen werden können, egal wie sehr ich es versuche.“

Mit dem Titel könnte Osaka Simona Halep auf Platz zwei im WTA-Ranking überholen, eine Rückkehr auf Platz eins ist vorerst noch nicht möglich. Dort residiert weiterhin die Australierin Ashleigh Barty. Brady hat sich schon vor dem Finale von Platz 24 auf 13 verbessert, selbst wenn sie erstmals den „Daphne Akhurst Memorial Cup“ holt, bleibt ihr der Vorstoß in die Top Ten aber vorerst verwehrt (sie wäre 12.).

Das Preisgeld wird Spitzenverdienerin Osaka im Vergleich zu Brady weniger interessieren. Die Siegerin erhält rund 1,77 Mio. Euro, die Finalistin etwa 966.000 Euro.


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