Demenzberatung im Unterland wird verlängert

Nach dem Auslaufen der Leader-Förderperiode wird die Servicestelle Demenz von der Caritas übernommen und sogar weiter ausgebaut.

Isabella Ortner, Freiwilligenpartnerschaft Tiroler Unterland, Projektleiterin Katja Gasteiger und Andrea Wieser von der Caritas St. Johann (von links) stehen auch weiterhin für Beratungen zur Verfügung.
© Caritas

Von Michael Mader

St. Johann i. T. – Im Jahr 2018 startete das Projekt Servicestelle Demenz mit der Leader-Region Kitzbüheler Alpen, von 2019 bis Februar 2021 übernahm die Leader-Region Regio 3 die Agenden. „Dadurch konnte auch der Wirkungsradius deutlich erhöht werden“, berichtet Projektleiterin Katja Gasteiger. Jetzt läuft die Förderperiode der Europäischen Union aus und das Leader-Projekt Servicestelle Demenz geht zu ­Ende. Die Angebote sollen aber dennoch erhalten bleiben.

Die Servicestelle Demenz wurde in Kooperation mit dem Caritas-Zentrum St. Johann in Tirol und der Fachstelle für pflegende Angehörige bei der Caritas der Erzdiözese Salzburg durchgeführt.

„Ziel des Projekts war es, das Angebot für professionelle Beratung von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen in der Region zu stärken und niederschwellig anzubieten“, erklärt Gasteiger.

Die ausgebildete Demenzberaterin und Diplomierte Pflegefachfrau führte Beratungen und Schulungen durch und nahm an unterschiedlichsten Veranstaltungen zum Thema Demenz als Multiplikatorin teil.

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Im vergangenen Jahr gab es fast 400 Beratungen. Gasteiger: „Aufgrund von Corona wurden sehr viele Beratungen online durchgeführt. Sowohl für betroffene Angehörige als auch für Demenzkranke.“ Das habe auch mit technischer Unterstützung durch Familienangehörige relativ gut funktioniert.

Das Beratungsangebot sei speziell im vergangenen, herausfordernden Jahr extrem gefragt und mit den vorhandenen Ressourcen kaum mehr zu bewältigen gewesen. Die Beratungen haben aber auch im Büro in St. Johann sowie mobil stattgefunden. Konkret gab es etwa Gesprächstermine in den Räumen des Altenwohnheimes Kitzbühel oder in der Volksschule Brixen. Durch Gespräche und Austausch mit Fachpersonen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich wurden zudem wichtige Kooperationen und Synergien hergestellt.

Neben Auftritten bei verschiedensten Demenzsymposien gehörte auch die Mitarbeit bei der Pflegereform sowie bei der Erarbeitung der Umsetzung der bundesweiten Demenzstrategie zu den Aufgaben.

Da das Projekt nun ausläuft, der Bedarf aber nach wie vor besteht, hat sich die Caritas der Erzdiözese Salzburg mit der Fachstelle Angehörigenarbeit bereit erklärt, die Inhalte zu übernehmen und sogar auszubauen.

Gasteiger wird die Demenzberatung weiterführen. Ihr erklärtes Ziel ist es dabei, eine Anlaufstelle zu schaffen, bei der den Betroffenen und ihren Angehörigen in allen Belangen, welche die Erkrankung Demenz mit sich bringt, geholfen wird. Das Angebot ist kostenlos und für die gesamte Region der Erzdiözese Salzburg im Tiroler Unterland zugänglich.


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