IAEO-Chef reist zu Gesprächen im Atomstreit in den Iran

Im Atomstreit mit dem Iran reist der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO/IAEA), Rafael Grossi, am Samstag nach Teheran. Anlass der Mission ist die Ankündigung der Islamischen Republik, den Zugang der IAEO-Inspektoren zu ihren Atomanlagen demnächst einzuschränken. Bei dem Treffen am Wochenende geht es darum, inwiefern dennoch eine Transparenz über das iranische Atomprogramm sichergestellt werden kann.

Die Überwachung durch die IAEO ist ein zentrales Element des 2015 vereinbarten Abkommens, das den Iran am Bau einer Nuklearwaffe hindern soll, ohne eine zivile Nutzung der Kernkraft zu verhindern. Für die Aussicht auf wirtschaftliche Zusammenarbeit hatte sich Teheran damals einer beispiellos strengen Überwachung seiner Atom-Infrastruktur durch die IAEO unterworfen. Nach dem Ausstieg der USA aus dem Abkommen und einem einjährigen Warten auf Reaktionen der anderen Abkommenspartner verletzt der Iran nun aber selbst Schritt für Schritt mehr der vereinbarten Auflagen.

Unter dem neuen Präsidenten Joe Biden haben die USA ihre Bereitschaft zur Rückkehr zu einem Abkommen erklärt, sie machen dies aber auch von Zeichen des guten Willens Teherans abhängig. Der Iran besteht umgekehrt darauf, dass erst die USA ihre Maßnahmen gegen die iranische Wirtschaft zurücknehmen.


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