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Bergbahn Kitzbühel unterlag vor Gericht: Großaktionär bleibt geheim

Liechtensteiner Meleda muss der Bergbahn Kitzbühel laut Urteil ihre wahren Eigentümer nicht nennen. Banken dagegen erfuhren die Namen. Damit stellt sich die Sinnfrage des Anti-Geldwäsche-Gesetzes WiEReG.

Wer hinter dem zweitgrößten Aktionär der Bergbahnen Kitzbühel steckt, bleibt weiterhin verborgen. Nur Banken wissen mittlerweile Bescheid.
© Thomas Boehm / TT

Von Max Strozzi

Vaduz – Zweieinhalb Jahre hat der Rechtsstreit der Bergbahnen Kitzbühel um die Offenlegung der Personen hinter seinem verschwiegenen Liechtensteiner Großaktionär Meleda bisher gedauert. Nun hat auch das Fürstliche Obergericht in Liechtenstein sein Urteil gefällt und die Erstinstanz bestätigt. Demnach ist die Meleda Anstalt nicht dazu verpflichtet, gegenüber den Bergbahnen darzulegen, welche Personen tatsächlich hinter Meleda stecken. Die Bergbahn muss sich damit begnügen, den Vertreter – in dem Fall den Meleda-Treuhänder Stefan Mätzler – als wirtschaftlichen Eigentümer in das entsprechende Register des Bundes einzutragen. Verhandelt wurde nach österreichischem Recht.


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