1:3 gegen Villach: Das Play-off rückt für die Haie in weite Ferne

Ein enttäuschender HC Innsbruck verlor am Sonntag 1:3 gegen Villach. Schon am Montag (19.15 Uhr) kommt Linz in die Innsbrucker Tiwag Arena.

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Für den HC Innsbruck und Dario Winkler setzte es am Sonntag gegen Villach eine „Watschn“. Jetzt helfen wirklich nur noch Siege.
© Michael Kristen

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck – Von einer Fügung des Schicksals zu sprechen, wäre wohl leicht übertrieben. Aber es entbehrte zumindest nicht einer gewissen Romantik, dass ausgerechnet an einem Tag, an dem der HCI auf den VSV traf, Greg Holst seinen 67. Geburtstag feierte. Grund zum Feiern hatte am Sonntag aber nur einer der beiden Herzenclubs des Kanadiers – und das waren nicht die Innsbrucker Haie ...

Den ersten Wermutstropfen gab’s allerdings schon vor dem Eröffnungsbully, denn die Haie mussten auf den angeschlagenen Kapitän Sam Herr verzichten. Von Beginn an entwickelte sich dann ein ausgeglichenes Match, bei dem die Innsbrucker sich vor allem defensiv im Vergleich zu den jüngsten Matches deutlich verbessert präsentierten: Colton Saucermann (12.) und Lukas Bär (16.) fanden die besten Chancen für die Hausherren vor, auf der anderen Seite stand McCollu­m gegen Caron (15.) und Kornelli (16.) seinen Mann. Gegen Ende des ereignisarmen ersten Abschnitts gab’s noch zwei Überzahlspiele für die Haie, die allerdings ungenützt blieben.

Und jetzt kam ja das zweite Drittel, das die Innsbrucker zuletzt in mehreren Partien in den Sand gesetzt hatten. Aber die Tiroler schienen weiter gut im Spiel. Doch der „Dosenöffner“ gelang dann den Adlern aus Villach: Eigentlich waren die Haie am Weg zu einem vielversprechenden Angriff, als es nach einem Christoffer-Puckverlust richtig schnell ging, Collins auf und davon war – und die Führung für die Gäste erzielte (34.). Es war ein Rückstand, der die Innsbrucker schockte: Die O’Keefe-Truppe konnt­e sich bei Keeper McCollum bedanken, dass es nicht mehr Gegentore setzte.

Auch im Schlussabschnitt taten sich die Innsbrucker schwer, hatten aber durchaus ihre Möglichkeiten (Girard,/41., Ciampini/45., Lattner/46.). In der 47. Minute gelang Max Gerlach der nicht unverdiente Ausgleich, auch weil der junge Villach-Ersatzkeeper Thomas Schmidt kräftig mithalf. Der war übrigens erst kurz zuvor aufs Eis gekommen, weil sich Jakub Sedlacek offensichtlich unwohl fühlte. In der 53. Minute vergab dann Dario Winkler völlig allein das 2:1. Und das sollte sich rächen:

Nach einer schönen Kombination war es wieder Collins, der das 1:2 ins kurze Eck besorgte (55.). Natürlich nahm Headcoach Mitch O’Keefe dann den Torhüter aus dem Spiel, doch Polla­strone schlug mit seinem Empty-­Net-Treffer den Nagel in den Haie-Sarg. Bei sechs Punkten Rückstand rückt ein­e Play-off-Qualifikation in weite Ferne. Schon am Montag (19.15 Uhr) kommt Linz in die Tiwag Arena.


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