Hypo-Coach Stefan Chrtiansky: „Wir spielen voll auf Aufstieg“

Aufbruchsstimmung bei Hypo Tirol: Die Volleyballer wollen zurück in die erste Liga. 14 der 15 Kaderspieler haben signalisiert, dass sie den immens steigenden Zeitaufwand in der AVL (1. Liga) auf sich nehmen würden.

Mit Kapitän Daniel Koncal (l.) und Youngsters wie Felix Oberkofler will Hypo zurück in die erste Volleyball-Bundesliga.
© Daniel Schönherr

Von Daniel Suckert

Innsbruck – Stefan Chrtiansky, seines Zeichens Headcoach des Hypo Tirol Volleyballteams, hat bereits viel in seiner langen und erfolgreichen Trainerkarriere miterlebt. Was seine „jungen Wilden“ rund um Routinier Daniel Koncal trotz aller Corona-Unterbrechungen in der zweiten Liga heuer abliefern, damit hätte der Slowake auf Anhieb nicht gerechnet.

„Ich bin vor der Saison in die Kabine gegangen und habe den Jungs gesagt: ,Das Profiteam von Hypo und die Alpenvolleys sind Geschichte. Jetzt ist eure Chance, selbst Geschichte zu schreiben‘“, erinnerte sich der Trainerfuchs. Und die junge Garde zog von der ersten Minute an voll mit. Auch der Lockdown und das Trainingsverbot bis zum 10. Jänner konnten die Dunkelblauen nicht stoppen.

Nun eilt man von Sieg zu Sieg, fertigte am Wochenende Union VV Döbling (3:1) und VBC TLC Weiz (3:0) ab, baute die Tabellenführung aus und will nun noch mehr. Chrtiansky: „Letzte Woche war die Deadline der Meldungen, ob man im Fall der Fälle in die erste Liga aufsteigen will. Ich habe Hannes (Kronthaler, Anm.) angerufen und er hat gemeint, unsere Mannschaft hat sich das verdient. Wir spielen voll auf Aufstieg.“

14 der 15 Kaderspieler haben signalisiert, dass sie den immens steigenden Zeitaufwand in der AVL (1. Liga) auf sich nehmen würden. Die Truppe wird in jedem Fall beisammen gehalten – ein „Danke und auf Wiedersehen, wir spielen jetzt mit Profis“ wird es nicht geben. Die aktuelle Truppe soll auch die AVL „rocken“.

Dafür gehen alle an ihre Grenzen, identifizieren sich mit dem Projekt. Besonders Kapitän Koncal sieht Chrtiansky als starkes Zugpferd, an dem sich Felix Oberkofler und Co. orientieren können. Vielleicht bald schon gegen Kaliber wie Aich/Dob mit Sportdirektor Martin Micheu, der sicher wieder gerne im Jogging-Anzug nach Innsbruck reisen würde.


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