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Heizung birgt Zündstoff im Mayrhofner Gemeinderat

Schiefe Optik oder Amtsmissbrauch? Die Abläufe bei einer Ausschreibung fürs Mayrhofner Sportheim warfen in der Gemeinderatssitzung Fragen auf. Antworten gab es vorerst keine.

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In der Gemeinderatssitzung gab BM Monika Wechselberger Einblick in einen brisanten Aktenvermerk.
© Angela Dähling

Von Angela Dähling

Mayrhofen – Der Aktenvermerk, den Mayrhofens Bürgermeisterin Monika Wechselberger („Für Mayrhofen“) bei der jüngsten Gemeinderatssitzung an die Leinwand im Europahaus beam­te, hatte es in sich. Stand darin doch, dass der Vergabeakt rund um die Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsarbeiten (HSL) für das Sportheim wegen Amtshaftungsgründen geprüft und Meldung an die Bezirkshauptmannschaft erfolgen werde. Im Mittelpunkt der Causa steht der Vizebürgermeister und Raumordnungsausschussobmann Franz Eberharter („Team Eberharter“) und seine Installationsfirma.

Dem Aktenvermerk über eine Besprechung vom 18. Dezember zufolge hat VBM Eberharter den Planer angewiesen, das Leistungsverzeichnis für den HSL-Bereich durch seine Firma Eberharter Installationen erstellen zu lassen – um Mehrkosten für einen Sonderplaner zu sparen. Die Kostenschätzungen lagen für die HSL-Arbeiten bei rund 408.000 Euro, Bestbieter sei dann die Firma Eberharter Installationen gewesen, die mit einem Angebot von 715.000 Euro weit über der Schätzsumme lag. „Eine dramatische Überschreitung“, meint die Bürgermeisterin. Es habe nur noch eine weitere Firma ein Angebot gelegt, das aber noch höher ausfiel.


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