Kinderhilfe im Bezirk Schwaz lässt sich nicht unterkriegen

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Von Eva-Maria Fankhauser

Pill – Das Glänzen in den Kinderaugen, das Lächeln in ihrem Gesicht, die Dankbarkeit der Eltern – das ist jeden Aufwand wert. Daher lässt sich die Kinderhilfe im Bezirk Schwaz auch weiterhin nicht unterkriegen. Sie will dort helfen, wo Eltern nicht mehr weiterwissen und Familien dringend Entlastung brauchen.

„Das letzte Jahr war wirklich schwierig. Für die Familien im Bezirk, aber auch für uns in vielerlei Hinsicht“, sagt Hannes Fender, Obmann der Kinderhilfe Bezirk Schwaz. Denn der Verein habe durch Corona deutlich weniger Spendengelder erhalten. „Und das gerade jetzt, in einer Zeit, wo viele eine Unterstützung dringender denn je brauchen“, gibt Fender zu bedenken. Der Rückgang der Spendengelder liege vor allem daran, dass keine Feste stattfinden konnten. „Viele Vereine im Bezirk übergeben uns einen Teil ihrer Einnahmen und unterstützen so ihre Mitmenschen“, erklärt Fender.

„Wir helfen jedem"

Hannes Fender ist neuer Obmann der Kinderhilfe Schwaz.
© Gemeinde Pill

Dennoch konnte die Kinderhilfe mit insgesamt 37.075 Euro in 153 Fällen unbürokratisch und schnell helfen. Die Kinder bekamen dadurch neue Kleidung, Schuhe, Schulsachen sowie Geräte fürs Home-Schooling. Aber auch Rechnungen für Kinderbetreuung oder notwendige Therapien konnten mit den Spenden bezahlt werden. „Wir haben es trotz der Krise geschafft, zumindest gleich vielen bzw. sogar einigen neuen Familien zu helfen“, sagt der Obmann.

Unterstützt werden Familien aus dem ganzen Bezirk, die finanzielle Engpässe haben. Fender: „Uns unterscheidet von vielen Vereinen, dass wir eine reine Kinderhilfe und keine Familienhilfe sind. Kurz gesagt, jeder Cent geht an die Kinder.“ Großteils sind es AlleinerzieherInnen, die nicht mehr über die Runden kommen. „Sie haben oftmals mehrere Kinder und fallen bei der Mindestsicherung durch das Netz. Gerade zu Schulbeginn oder bei anfallenden Therapien fehlt ihnen das Geld“, erklärt Fender. Dann springt die Kinderhilfe ein.

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Spendenkonto

Spenden sind unter AT62 3632 2000 0011 0635 für die Kinderhilfe möglich.

Er wünsche sich, dass sich Betroffene mehr trauen, auf den Verein zuzugehen. „Wir helfen jedem. Ich weiß, es fragt niemand gerne um Geld, aber das Ganze läuft absolut anonym ab, da dringt nichts nach außen“, versichert er. Vor allem am Land falle es den Leuten schwer, ihre Notlage anzusprechen. Daher verbucht die Kinderhilfe die meisten Fälle derzeit in der Stadt Schwaz. Fender hat im Vorjahr von Initiator Kurt Kostenzer das Ehrenamt übernommen. Mit Ingrid Schlierenzauer aus Schwaz ist er mit allen Gemeinden und Sozialämtern gut vernetzt. Dort, aber auch direkt bei ihm oder in der Gemeinde Pill, wo er Bürgermeister ist, kann angesucht werden.


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