TFV-Klarstellung vor Auftakt: Warum die Akademie Tirol wieder kicken darf

Die drei Nachwuchs-Teams der Fußball-Akademie Tirol starten am Samstag ins Frühjahr. Ein Privileg, das die Verantwortlichen und ihre Schützlinge zu schätzen wissen.

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Bereit, wieder Fahrt aufzunehmen – AKA-Leiter Roli Kirchler mit den Trainern Andi Spielmann, Michi Baur und Bernhard Lampl (v. l.) sowie den Talenten Stefan Kordic, Florian Micheler, Moritz Hupfauf und Christian Huetz (v. l.).
© AKA Tirol

Von Alex Gruber

Innsbruck – „Wir sehen es mit großer Verantwortung und als Privileg, spielen zu dürfen, und hoffen natürlich, dass bald alle Nachwuchs­teams wieder auf den Platz gehen können“, notiert Tirols Akademie-Leiter Roli Kirchler vor dem Frühjahrsauftakt, den die drei Teams der U18 (10.30 Uhr in Wattens), U16 (11 Uhr in der Reichenau) und U15 (11.30 Uhr am Akademie-Gelände) gegen die Alterskollegen aus dem Burgenland an getrennten Schauplätzen und als Geisterspiele unter strengen Auflagen bestreiten.

Dass die Talenteschiene (unter der AKA die Landesausbildungszentren/LAZ und Vor-LAZ) im Gegensatz zu den Vereinen schon wieder trainieren darf, ist einigen Vereinsvertretern und Eltern, die das gleiche Recht für den eigenen Nachwuchs einfordern, ein Dorn im Auge. Deswegen schritt der Tiroler Fußballverband gestern zu einer Klarstellung und klärte darüber auf, dass diese Einrichtungen des TFV vom Österreichischen Fußballbund finanziell unterstützt werden und sich folglich auch an dessen Vorgaben halten müssen. Der ÖFB hat die Erlaubnis zum Trainingsbetrieb vom zuständigen Bundesministerium nach Vorlage und Überprüfung umfangreicher Präventionskonzepte erhalten. „Der Tiroler Fußballverband hatte mit diesen Genehmigungen nichts zu tun, weil sie auch gar nicht in seiner Kompetenz liegen“, teilt der TFV mit. Darüber hinaus gelang es auch anderen Fachverbänden, für ihre Auswahlen sowie Talentekader eine Trainingsmöglichkeit zu erhalten.

Zurück zum Fußball und zur Freude am Spiel, die Kirchler in besonderen Zeiten von den Talenten sehen will. Nach durchaus starkem Herbst starten die U18 (Platz fünf), U16 (Platz vier) und U15 (Platz acht) mit vielen ÖFB-Nachwuchsteamspielern (Felix Ebner, Florian Tipotsch, Tizian-Valentino Scharmer, Florian Micheler, Stefan Kordic, Benjamin Huber, Moritz Hupfauf, Christian Huetz oder Raphael Gschösser) ambitioniert ins Frühjahr. „Wir sind seit drei Jahren an unserem Athletik-Programm dran und das Ergebnis sieht man am Platz“, nennt Kirchler einen Parameter und nennt die AKA Tirol um das Trainergespann mit zwei ehemaligen ÖFB-Teamspielern (Andi Spielmann und Michi Baur sowie Bernhard Lampl) „klein, aber fein“. In der letzten Saison habe der Startelf-Anteil ehemaliger AKA-Abgänger im Zweitliga-Team des FC Wacker unter Ex-Coach Thommy Grumser oft 70 Prozent betragen.


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