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Die Angst ums Ersparte: Corona, das Sparschwein und die Zombie-Banken

Auf der einen Seite boomen jetzt gerade Gold und Kryptowährungen. Auf der anderen Seite geistern Schreckgespenster herum, die Angst machen, dass wegen Corona das Ersparte bald nichts mehr wert sein wird.

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Von Matthias Christler

Innsbruck – Wie gewonnen, so zerronnen. Wie ein kleines Kind, das mit Legosteinen einen Turm baut und ihn dann einstürzen lässt, spielt Multimilliardär Elon Musk mit der digitalen Währung Bitcoin. Anfang des Monats trieb der Tesla-Chef den Kurs mit einer Meldung in Rekordhöhen. Nicht nur, dass er ankündigte, Tesla werde 1,5 Milliarden Dollar investieren, er erklärte auch, warum er Kryptowährungen den traditionellen Zahlungsmitteln vorziehe. Das fachte den Hype erst recht an. Der Bitcoin-Höhenflug hatte diese Woche beinahe noch nie da gewesene 60.000 Dollar erreicht, als wieder Musk sprach. Er meinte auf Twitter salopp, der Kurs erscheine ihm etwas hoch. Zack, runter auf 45.000 Dollar.

„Man sieht, welche Auswüchse Kryptowährungen schon haben.“ – Bernd Lausecker, Finanzexperte VKI

„Wenn man das hört, sieht man, welche Auswüchse Kryptowährungen schon haben und dass sie anfällig für Marktmanipulationen sind“, sagt Bernd Lausecker, Finanzexperte beim Verein für Konsumenteninformation (VKI). Doch abseits des Bitcoin-Hypes und der negativen Aussagen zu altbekannten Währungen gibt es noch mehr, das Sparer derzeit verunsichert. In der vergangenen Woche hieß es, dass in Deutschland immer mehr Banken Negativzinsen für Sparbücher verrechnen.


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