Nachwuchs-Riege des ÖSV motiviert in Langlauf-WM-Rennen

Die Langläufer stellen mit sieben Aktiven ein Viertel von Österreichs Aufgebot bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Oberstdorf. Teresa Stadlober ist am aussichtsreichsten, doch ebenso motiviert ist das übrige Sextett. Los geht es am Donnerstag mit dem Einzel-Sprint klassisch, die ÖSV-Farben vertreten da Michael Föttinger, Lukas Mrkonjic sowie Mika Vermeulen. Letzterer ist mit Benjamin Moser wie auch Lisa Unterweger/Barbara Walchhofer für den Teamsprint vorgesehen.

Der Einzel-Sprint wurde am Dienstag wegen der warmen Witterung um vier Stunden vorverlegt, nun geht es schon um 9.00 Uhr in die Qualifikation. Die Finali der Top 30 sind für 11.30 Uhr (jeweils live, ORF 1) angesetzt. Das rot-weiß-rote Trio begrüßt die Änderung. „Das kommt uns entgegen, denn zu Mittag ist es relativ weich“, erklärte Föttinger im Mediengespräch. „Wenn es richtig schnell und hart wird, das liegt uns, glaube ich.“ Vermeulen ergänzte, dass es bis ca. 10.30 Uhr perfekte Verhältnisse gebe.

Der Steirer hat wie Stadlober drei und damit die meisten Einsätze des rot-weiß-roten Septetts eingeplant. „Der Einzel-Sprint ist sicher meine schwächste Disziplin, aber nichtsdestotrotz, ich bin nicht da, um Statist zu sein. Ich bin da, weil ich mich qualifizieren will“, gab er sich auf Nachfrage der APA - Austria Presse Agentur selbstbewusst. „Ich glaube, dass ich das kann, wenn ich einen Super-Tag und ein Super-Material habe. Meisterschaften sind immer andere Rennen, da wird an einem Tag abgerechnet.“

Ähnlich die Einstellung des 21-Jährigen für den Teamsprint, in den er am Sonntag mit Benjamin Moser geht. „Da geht sicher etwas. Gerade wenn der Benni auch gut drauf ist, wieso sollten wir da nicht ins Finale laufen. Ich tät keinen Grund kennen“, klärte Vermeulen auf. Letztlich geht es nächsten Mittwoch mit 15 km Skating in seine Lieblingsdisziplin. „Gut ist Top 30, besser ist Top 20. Es kommt auch da auf die Verhältnisse an.“ Bei erwarteten hohen Plus-Graden stellt sich verstärkt die Materialfrage.

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Die Salzburger Föttinger und Mrkonjic haben im Dezember im Dresden-Sprint gepunktet, Föttinger nach Prolog-Rang zwölf gar als 18. „Unrealistisch ist die Qualifikation auf keinen Fall, wenn wir ein Top-Rennen haben“, meinte der 23-Jährige. Der Student der Wirtschaftspsychologie ist zudem ÖSV-Ersatzmann für den Teamsprint. Der seit Montag 22-jährige Mrkonjic will in seinem einzigen WM-Einsatz Eindruck hinterlassen. „Das große Ziel sind die Top 30, die Qualifikation“, verriet der Heeresangehörige.

Christian Schwarz als Leiter der Sparte Langlauf und der in Oberstdorf als ÖSV-Chefcoach fungierende Michael Bonfert betonten, dass mit der WM-Nominierung von drei Frauen und vier Männern ein klares Zeichen für den österreichischen Langlauf gesetzt worden sei. „Wir wollen für den Nachwuchs Perspektiven schaffen“, hieß es in einem Statement der beiden. Der Rückhalt und die Unterstützung in dieser Form durch die sportliche ÖSV-Führung sei sicherlich nicht selbstverständlich gewesen.


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