WSG-Coach Silberberger nach Pleite in Hartberg: „Ich bin immer noch sprachlos“

Noch hat die WSG im Kampf um die Meistergruppe alles selbst in der Hand. Nach zwei „Selbstfallern“ darf man sich in den verbleibenden vier Spielen aber nicht mehr viel leisten.

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Die Niederlage in Hartberg bereitete der WSG Tirol mit Zan Rogelj viele Schmerze­n.
© gepa

Von Tobias Waidhofer

Lindabrunn – Lobende Wort­e sind ja prinzipiell nichts Schlechtes. Nur Punkte gibt’s dafür auch keine. Deshalb nahm WSG-Trainer Thomas Silberberger die verbalen Schulterklopfer seines Hartberger Gegenübers Markus Schopp („So stark wie ihr hat hier heuer noch keiner gespielt“) zur Kenntnis, mehr aber auch nicht. Ähnliche Worte hatten ja auch schon die Sturm-Funktionäre im November gefunden. Beide Spiel­e gingen allerdings mit 0:1 verloren.

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„Ich bin immer noch sprachlos, denn recht viel besser kannst du nicht auftreten“, schüttelte Silberberger mit Blick auf die vergebenen Chancen am Dienstagabend immer noch den Kopf. Erschwerend kam hinzu, dass sich die Wattener den Hartberger Siegtreffer ebenfalls zuzuschreiben hatten. Zuerst ließ man Sascha Horvath ungehindert abziehen, dann patzte Keeper Ferdl Oswald. „Das weiß er selber, da mach­e ich jetzt kein großes Fass auf“, so Silberberger.

Auch Flo Rieder, der ein frustrierendes 50. Bundes­liga-Spiel erlebte, meinte: „Wir haben in den letzten zwei Spielen drei Torschüss­e zugelassen und zwei Tore bekommen, dabei zehn Tausenderchancen gehabt und keine genützt – wir sind am Ende selber schuld.“

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„Wir sind immer noch in der Pole-Position. Wir reden seit Wochen über etwas, was vor nicht allzu langer Vergangenheit komplett illusorisch gewesen wäre“, erinnert Siberberger an die Entwicklung vom Abstiegskandidaten Nummer eins zum Meistergruppen-Anwärter. Auch vor der anspruchsvollen Auslosung (Admira/a; Sturm/h; WAC/a; Rapid/h) hat man im Lager der Tiroler keine Angst: „Wir haben im Herbst neun von zwölf möglichen Punkten in diesen Spielen geholt.“

Die Tiroler tun also gut daran, den Blick, bei aller verständlichen Frustration, nach vorne zu richten. Vielleicht schaffte ja der gestrige 21. Geburtstag von Tobi Anselm willkommene Abwechslung, bevor man heute von Lindabrunn nach Wien übersiedelt, wo auf der Hohen Wart­e die Vorbereitung auf das Admira-­Match beginnt. Dann hoffentlich mit einem besser eingestellten Visier.

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