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Kritik am Tiroler Modell für „5-Euro-Wohnen“: „Fünf Euro geht nicht mehr“

Acht Projekte, davon sieben fertig gestellt: Das ist die Bilanz des „Fünf-Euro-Wohnens“ seit 2017. Ein Kampf gegen das Problem-Delta Grundstücke, Stellplätze und Baukostenindex.

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Für viele in Tirol ist der Erwerb von Wohnungseigentum pure Illusion, ebenso wie Mietwohnungen am freien Markt. Umso mehr gerät der Sozialwohnungsmarkt unter Druck.
© iStockphoto

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –Leistbares Wohnen war bereits vor vier Jahren für viele in Tirol lediglich ein Traum. Angesichts der ungebremsten Preissteigerungen am privaten Wohnungsmarkt heute umso mehr. Mit dem „5-Euro-Wohnen“ (fünf Euro pro Quadratmeter Nutzfläche, inklusive Betriebs- und Heizkosten) wollte und will das Land nach wie vor beweisen, dass günstiger Wohnraum auch in einem Hochpreisland für Grundstücke wie Tirol realisierbar ist. Sogar noch günstiger als eine herkömmliche geförderte Sozialmietwohnung.

Der Haken dabei: Um dieses Mietpreisniveau zu erreichen, wird auf Kellergeschoße und Tiefgaragen verzichtet, die Grundausstattung ist einfach gehalten, ebenso die Grundrisse, die Außenanlagen sind reduziert. So steht es zumindest im Anforderungsprofil des Landes. Gegen die Kritik, damit im Sozialbau ein „Wohnen zweiter Klasse“ zu schaffen, verwahrte sich das Land stets.


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