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Rückgang bei Tirols Bauernschaften: Hoffen und Bangen um jeden Hof

Seit 2010 wurden in Tirol 1387 Agrarbetriebe geschlossen. Ein zu großer Rückgang bei den Bauernschaften kann für das Land zum Problem werden. Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch, deren Umsetzung ist nicht leicht.

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Wiesen und Weiden, die das Landschaftsbild Tirols prägen, drohen zu verschwinden, wenn zu viele Bauernhöfe aufgegeben werden.
© Foto Rudy De Moor

Von Benedikt Mair

Innsbruck, St. Anton am Arlberg – Wo früher Vieh aus örtlichen Ställen graste, wächst nach und nach Gestrüpp. „Es gab einmal bis zu 50 Landwirte, inzwischen sind es vier oder fünf. Nach und nach haben immer wieder welche aufgehört“, sagt Helmut Mall, Bürgermeister von St. Anton am Arlberg. Im Hauptort der Gemeinde wurden in den vergangenen Jahren viele Flächen nicht mehr oder nur noch sporadisch bewirtschaftet – weil sich einfach niemand dafür fand. „Es braucht die Bauern. Wir brauchen sie. Ihre Arbeit hat unsere Landschaft geformt“, meint Mall. „Aber wenn die Stalltür einmal zugeht, dann geht sie meistens für immer zu.“


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