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Ausbildungsteilnehmer verletzt: Soldat bekennt sich teilschuldig

Weil sich Ausbildungsteilnehmer verletzt hatten, stand der Kommandant vor Gericht. Wird er rechtsgültig verurteilt, winkt der Republik eine Schadenersatzklage.

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Die verletzten Soldaten waren bei der Verhandlung gegen den Ausbildner als Zeugen geladen. Doch der wichtigste Zeuge kam nicht.
© Catharina Oblasser

Von Catharina Oblasser

Lienz – Ein Unteroffizier aus Osttirol, der eine sechsköpfige Gruppe von Kadersoldaten auf eine Ausbildungs-Skitour geführt hatte, musste sich gestern vor dem Bezirksgericht Lienz verantworten. Der Grund: Die Gruppe war in eine Schlechtwetterfront geraten, mit Windgeschwindigkeiten, die das aufrechte Stehen kaum noch möglich machten. Die Kadersoldaten erlitten Erfrierungen an den Fingern, Handgelenken und im Gesicht. Einige wurden so schwer verletzt, dass sie bleibende Schäden haben.

Das beschrieben die Männer vor Richter Daniel Jost, der alle sechs als Zeugen geladen hatte. Einer der Bundesheer-Angestellten war fünf Monate im Krankenstand, wie er erzählte. „Jetzt bin ich sehr kälteempfindlich und meine Fingerkuppen sind ständig taub. Die Fingerglieder der linken Hand kann ich nicht mehr richtig bewegen.“


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