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Protest gegen Brennerzulauf in Bayern: Mit Feuer gegen neue Gleise

Bürgerinitiativen im bayerischen Inntal machen weiterhin gegen viergleisigen Ausbau des Brennerzulaufs mobil. Nach Ostern soll die bevorzugte Variante präsentiert werden.

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Mit Feuern zeichnete man im Landkreis Rosenheim den ungefähren Verlauf der einzelnen Trassen auf Teilstrecken nach.
© Bürgerforum Inntal

Von Wolfgang Otter

Brannenburg, Kufstein – Mit 1000 hatten die Bürgerinitiativen im bayerischen Inntal gerechnet, dreimal so viele sind es geworden. 3000 Feuer, mit denen Bewohner teilweise jene Abschnitte markierten, auf denen eines Tages Gleise verlegt werden könnten, über die dann die Züge Richtung Tirol und Brennerbasistunnel brausen sollen. Theo Geflitter aus Brannenburg ist erfreut, dass „wir in vielen kleinen Aktionen, aber Corona-gerecht nochmals auf unsere Bedenken aufmerksam gemacht haben“. Beim Dachverband Brennerdialog.de, in dem alle kommunalen und regionalen Gruppierungen zusammengeschlossen sind, lehnt man den Neubau einer Bahntrasse ab. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund, wie Peter Margraf vom Bürgerforum Inntal zusammenfasst: „Es ist kein Bedarf gegeben.“ Gegen das Raumordnungsverfahren, bei dem die Verträglichkeit der Varianten geprüft wurde, gab es 30.000 Stellungnahmen von Gemeinden, Vereinen und Verbänden sowie von 18 Bürgerinitiativen und einzelnen Bürgern.


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