Megaprojekt: Frizzey Light startet Hilfsoffensive in Nepal

Die Not in Nepal ist groß. Der Frizzey Light Verein startet heuer die größte Hilfsaktion seiner Geschichte.

Familien und Kinder leiden in Nepal besonders unter der Krise. Viele kämpfen ums Überleben.
© Frizzey Light Verein

Prutz, Kathmandu – Es wird ein Megaprojekt – das größte in der Geschichte des Frizzey Light Vereins. Insgesamt 30 nepalesische Bezirke wollen Frizze­y Greif und sein Team heuer besuchen, um den Schwerstbetroffenen der Corona-Krise Essenspakete und medizinische Hilfe zu bringen. „Seit der Pandemie gibt es im Land eine Hungersnot“, berichtet der Prutzer Künstler und Friedensbote. „Ein Jahr gibt es schon keine Arbeit, kein­e Versicherung, keine Ernte, keine Hilfe vom Staat.“

Seit 2015 engagiert er sich im Himalayastaat – wenige Monate nach den schweren Erdbeben reiste er zum ersten Mal in die abgelegenen Dörfer abseits der Zentren, die von der lokalen Regierung vergessen worden waren. „Damals besuchten wir nur eine Regio­n“, erinnert er sich. Das Vorhaben im heurigen Jahr stellt den Hilfsverein vor finanzielle und logistische Herausforderungen. Die Not ist so groß wie noch nie. „Die Menschen dort kämpfen ums Überleben“, erzählt Greif. „Ihnen geht es tausend­mal schlechter als uns.“ Mit dem Tourismus ist vielen die Existenzgrundlage weggebrochen.

Mit Tshering Lama Sherpa hat der Künstler einen Verbündeten und ein schlagkräftiges Team vor Ort. Ab 14. März will die Truppe in die abgelegenen Ortschaften reisen, um Lebensmittel, aber auch Anoraks, Kappen und Schlafsäcke zu verteilen. Der Prutzer Dorfarzt Philipp Plangger stellt wieder Heilsalben und Medikamente zur Verfügung. Begleitet wird das Hilfsteam von einer nepalesischen Ärztin. Greif selbst ist vorerst noch zum Daheimbleiben verurteilt. „Mir fehlt die Impfung“, ärgert er sich über ein „totales Impfchaos“. Angewiesen ist man auf die Unterstützung der Tiroler Bevölkerung, so Greif. „Mit 20 Euro kann man eine fünfköpfige Familie einen Monat lang ernähren. Jeder Euro hilft, Menschenleben retten.“

Infos zu Spendenmöglichkeiten gibt es im Internet unter www.frizzey-light.org (mr)

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