Razzia bei Finanzminister Blümel: Frau ging mit Laptop spazieren

Der Laptop, den den der Finanzminister und seine Frau benutzen, war bei der Razzia in deren Heim nicht zu finden. Blümels Frau war offenbar mit dem Gerät spazieren.

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Blümels Laptop war vorerst nicht greifbar.
© APA

Wien – Am 11. Februar waren Ermittler bei ÖVP-Finanzminister Gernot Blümel zugange. Es ging um die Causa Novomatic. Sie ist auch Gegenstand im U-Ausschuss; Blümel wird nun von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft als Beschuldigter geführt. Das war, zwei Tage davor, durch ein Aktenstück publik geworden. Unerwartet dürfte das nicht gewesen sein: Des Finanzressortchefs Anwalt, Werner Suppan, hatte Anfang Februar nachgefragt, ob Blümel Beschuldigter ist. Laut Suppan eine „Routineanfrage“. Kurz zuvor war das Aktenstück an den U-Ausschuss ergangen.

Der Laptop, den Blümel und seine Frau benutzen, war bei der Razzia in deren Heim nicht zu finden. Laut einem Bericht zur Hausdurchsuchung, der dem Standard vorliegt, ging Blümels Partnerin mit Kind und Laptop spazieren. Blümel habe seine Frau mehrmals angerufen. Schließlich habe er sie erreicht, offensichtlich in einem „öffentlichen Verkehrsmittel“. Es sei vereinbart worden, dass das Macbook „durch einen Mitarbeiter nach Abholung an einer Haltestelle zurück zur Wohnung gebracht wird“.

Blümels Kabinettschef Clemens-Wolfgang Niedris­t brachte das Gerät in die Bleibe des Paares. (TT)

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