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Fragen an Landesrat Tilg: Causa Walder kommt in den Landtag

Die Liste Fritz verlangt in einem Dringlichkeitsantrag die Absicherung von Walders Labor durch einen Kassenvertrag. Außerdem richtet LA Markus Sint 35 Fragen an den Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg.

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Die Liste Fritz sieht im Bau einer eigenen Infektionsstation am BKH Lienz die Schaffung einer Parallelstruktur bei fraglicher Finanzierung.
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Von Christoph Blassnig

Lienz – Mit einem Dringlichkeitsantrag will die Liste Fritz in der kommenden Landtagssitzung den politischen Rückenwind für den Osttiroler Virologen Gernot Walder auf eine breite Basis stellen. LA Markus Sint sieht besonders die Abgeordneten des Bezirkes Lienz, Elisabeth Blanik (SPÖ), Martin Mayerl (ÖVP) sowie Hermann Kuenz (ÖVP) gefordert, sich in dieser Sache mit dem heimischen Mediziner solidarisch zu erklären. Die Landesregierung solle demnach den Auftrag erhalten, sich bei den verantwortlichen Stellen um einen Kassenvertrag für das Labor der Gernot Walder GmbH in Außervillgraten zu bemühen. Zum Zweiten solle verhindert werden, dass durch öffentliche Gelder eine Parallelstruktur am BKH Lienz geschaffen wird. Denn wie berichtet, plant der Gemeindeverband mit seinem Obmann Andreas Köll den Aufbau einer eigenen Infektionsstation samt Labor. Die bisher per Werkvertrag mit den Laborleistungen beauftragte Gernot Walder GmbH mit 30 Mitarbeitern in Außervillgraten soll ebenso wie Gernot Walder persönlich als Hygienebeauftragter im BKH ersetzt werden. „Es scheint weder sinnvoll noch effizient, neben einer bereits bestehenden und bewährten Struktur, wie es das Labor von Dr. Gernot Walder darstellt, mit öffentlichen Mitteln eine Parallel- und Doppelstruktur aufzubauen, die sich erst einarbeiten und etablieren muss. Erst recht und ganz besonders in der derzeitigen Infektionssituation!“, heißt es im Dringlichkeitsantrag. Fraglich ist für die Landtagspartei, ob die Mehrkosten für den Bau und langfristigen Betrieb einer eigenen Infektionsstation tatsächlich von den 33 Gemeinden des Bezirkes getragen werden oder die Bürgermeister die Kosten dem Land anzulasten planen.


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