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Tiroler Experten: „Viele Essstörungen und andere Leiden bei Jungen“

Mehr Hilfe und Beratung direkt an den Schulen fordern Tiroler Experten. Die Zahl der psychischen Probleme durch die Pandemie steigt weiter an.

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Durch den Wegfall der Alltagsroutine mit fixem Präsenzunterricht haben viele Jugendliche psychische Störungen entwickelt – extrem zugenommen haben Essstörungen und Depressionen.
© iStockphoto

Von Liane Pircher

Innsbruck –Dass Kinder und Jugendliche zunehmend unter der mittlerweile mehr als ein Jahr andauernden Pandemie leiden, wurde zuletzt durch Studien bestätigt. Eine, die immer wieder federführend auf die prekäre Lage der Jungen aufmerksam macht, ist Kathrin Sevecke. Sie leitet die Kinder- und Jugendpsychiatrie der Tirol Kliniken und weist einmal mehr auf die Belastung der Jungen hin: „Die Lage hat sich nicht entspannt. Im Gegenteil, was wir sehen sind viele belastete Kinder und Jugendliche, die Hilfe brauchen. Wir haben es mit Depressionen, Selbstverletzungen, Zwängen, Angststörungen, suizidalen Gedanken zu tun – und zwar in allen Altersgruppen. Zehnjährige sind davon genauso betroffen wie Teenager.“ Besonders auffallend sei, dass während des Lockdowns Essstörungen bei Jugendlichen extrem zugenommen haben.


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