Corona-Boom und Wandel in der Tiroler Bewachungsbranche

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Die Einsatzgebiete der Tiroler Bewachungsdienste haben sich durch die Pandemie geändert.
© WK Tirol/Gewerbliche Dienstleister

Innsbruck – Die Tiroler Bewachungsdienste bekommen wie die meisten Wirtschaftsbranchen die Auswirkungen der Corona-Krise zu spüren. Vor allem fehlende Aufträge im Sport- und Kulturbereich beschäftigen die Branche. Zugleich habe die Pandemie die Branche gewandelt, heißt es in einer Aussendung der Berufsgruppe der Bewachungsunternehmen in der Tiroler Wirtschaftskammer.

„Wir spüren beispielsweise eine hohe Nachfrage im Bereich der Eingangskontrollen, Einhaltung der Maskenpflicht oder Fiebermessungen“, erklärt Branchensprecher Bernhard Fuchs. Speziell im Einzel- und Lebensmittelhandel sei immer wieder kurzfristig zusätzliches Personal erforderlich. „Wir sind immer wieder mit Unverständnis betreffend die Corona-Vorschriften konfrontiert. Unsere MitarbeiterInnen sind dafür ausgebildet, solche Situationen durch aktive Kommunikation zu entschärfen“, sagt Fuchs.

Auch die Sicherheitskonzepte der Sicherheitsbranche für Unternehmen, Veranstaltungen und öffentliche Einrichtungen seien gefragt. Schließlich gehören Präventionspläne, Betriebszertifizierungen und die Ausbildung von Covid-Beauftragten mittlerweile zum Arbeitsalltag.

Die BewachungsdienstleisterInnen seien immer noch mit dem altmodischen „Türsteher-Image“ konfrontiert. Zu Unrecht, wie der Berufsgruppensprecher sagt: „Unser Personal arbeitet höchst professionell. Statt der klassischen Wachdiensttätigkeit leisten die MitarbeiterInnen heute einen vielseitigen Servicedienst.“

In Tirol startet ab Herbst 2021 ein neues Ausbildungsmodell am Wifi. Dieses solle das Ansehen der MitarbeiterInnen und Branche heben sowie Aufstiegschancen ermöglichen. Bis 2023 woll­e man einheitliche Ausbildungsstandards in ganz Österreich durchsetzen. (TT)


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